Schöffel: 26-Jähriger wird neuer Chef beim Outdoor-Unternehmen
München. Das Flachland versinkt im Nebel, auf einer Höhe von 1320 Metern aber strahlt die Sonne. Zum Interview mit dem Handelsblatt sind Peter Schöffel und Sohn Jakob auf die Rohrkopfhütte im Allgäu gewandert.
Das passt zum Slogan der Outdoor-Marke Schöffel: „Ich bin raus.“ Für Peter Schöffel gilt das nun ganz persönlich. Der 63-Jährige hat gerade die Führung an Jakob, 26, übergeben.
Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt, obwohl Jakob für einen Unternehmer ausgesprochen jung ist. Denn der 221 Jahre alte Spezialist für Regenjacken und Wanderhosen drängt ins Geschäft mit Arbeitskleidung und Behörden. Dafür brauche es „eine andere Denke“, meint Peter Schöffel. „Prozesse müssen neu entworfen werden, auch die Digitalisierung wird noch einmal wichtiger. Das können Jüngere besser als ich.“
Den Übergang von der siebten in die achte Generation hat das Gespann aus Vater und Sohn lange vorbereitet. Denn viele Mittelständler würden daran scheitern, sagt Peter Schöffel.