Start-ups: Zehn neue Start-up-Fabriken – die Zukunft Deutschlands
Berlin. Die Raumfahrthoffnung Isar Aerospace, der Fusionstechnologiespezialist Marvel Fusion oder der SAP-Konkurrent Celonis haben alle eine Heimat: das UnternehmerTUM in München. Das Start-up-Zentrum der Technischen Universität München (TUM) bringt so viele Start-ups hervor wie keine andere deutsche Universität – jährlich sind es mehr als 100 Neugründungen. Damit gilt UnternehmerTUM als führendes Gründungszentrum in Europa.
Dieses Erfolgsrezept will das Bundeswirtschaftsministerium jetzt kopieren und auf ganz Deutschland ausdehnen.
Zehn Projekte wurden dafür jetzt ausgewählt. Sie sollen entlang schon bestehender Industrien in den jeweiligen Regionen zu sogenannten Start-up-Factories ausgebaut werden. Diese erhalten insgesamt mehr als 300 Millionen Euro: Zwei Drittel kommen aus der Privatwirtschaft, ein Drittel vom Staat. Der Staat gibt also etwa zehn Millionen Euro pro Projekt.
Aus der Privatwirtschaft beteiligen sich Unternehmer wie Michael Otto und Friede Springer ebenso wie die Deutsche Bank, die Commerzbank, Rewe oder Schaeffler.
1000 Start-ups im Jahr zusätzlich
Experten schätzen das Potenzial als hoch ein. „Unsere Analysen zeigen, dass ein erfolgreiches deutsches Start-up-Ökosystem bis 2030 zusammen genommen die Gesamtbewertung des Dax 40 übertreffen könnte“, sagt Technologieexperte Tobias Henz von der Strategieberatung McKinsey.