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Umfrage auf XElon Musk droht Ryanair mit Übernahme

Der Schlagabtausch des reichsten Manns der Welt mit dem Chef des irischen Billigfliegers geht weiter. Auf seiner Plattform X lässt Musk die Nutzer sogar über eine Übernahme abstimmen. 20.01.2026 - 07:58 Uhr Artikel anhören
Elon Musk: Attacke auf den irischen Billigflieger Ryanair. Foto: REUTERS

Düsseldorf. US-Milliardär Elon Musk hat im Streit mit Ryanair-Chef Michael O’Leary nachgelegt. Auf seiner Plattform X fragte Musk: „Was würde es kosten, euch zu kaufen?“ Kurz darauf startete er eine Umfrage unter den Nutzern, ob er die irische Billigairline übernehmen soll. „Ich möchte unbedingt einen Ryan an die Spitze von Ryanair setzen. Es ist euer Schicksal.“

Am Dienstagmorgen hatten bereits rund 750.000 Nutzer abgestimmt. Rund 77 Prozent votierten für die Übernahme.

Die Umfragen des Milliardärs auf der Plattform sind berüchtigt. So ließ Musk unter anderem darüber abstimmen, ob er als CEO bei X zurücktreten soll. Nach der Übernahme von Twitter hatte er auf der Plattform angekündigt, mit der Übernahme von Coca-Cola zu liebäugeln, um wieder Kokain ins Rezept aufzunehmen. Nicht immer wird aus dem schrägen Humor des Milliardärs auch Ernst, aber manchmal eben doch.

Ende vergangener Woche war ein Streit mit dem ebenfalls meinungsstarken Ryanair-Chef O’Leary um den Einsatz von Starlink-Satelliten öffentlich eskaliert.

O’Leary hatte am Mittwoch erklärt, er erwäge nicht, das Satelliten-Internet Starlink von SpaceX in der Flotte der Billigairline zu installieren. Grund seien zusätzliche Treibstoffkosten durch Gewicht und Luftwiderstand der auf dem Kabinendach montierten Antenne.

„Musk weiß nichts über Luftwiderstand“

Die Aussage rief umgehend Elon Musk auf den Plan. Der reichste Mann der Welt konterte auf seiner Plattform X, O’Leary sei „falsch informiert“. Ryanair werde Passagiere an andere Airlines verlieren, die den Dienst bereits nutzten.

O’Leary konterte prompt und sagte am Donnerstag dem irischen Radiosender Newstalk, Musk wisse „null“ über Flugbetrieb und Luftwiderstand. „Ich würde Elon Musk überhaupt keine Beachtung schenken“, sagte O’Leary. Starlink würde Ryanair bis zu 250 Millionen Dollar pro Jahr kosten.

Er ist ein Idiot – sehr reich, aber trotzdem ein Idiot.
Michael O'Leary
Ryanair-Chef

Musk legte am Freitag nach und bezeichnete O’Leary als „absoluten Idioten“, der seinen Job verlieren sollte. O’Leary führt Ryanair seit mehr als 30 Jahren und hat aus einer regionalen Airline Europas größten Anbieter für Billigflüge gemacht.

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O’Leary steht 2028 ein Bonus von 100 Millionen Euro zu, sofern bestimmte Leistungsziele erreicht werden. Sein Vermögen bleibt damit jedoch deutlich hinter dem von Musk zurück, der neben SpaceX auch Chef des Elektroautokonzerns Tesla ist.

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