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VinfastAuf den Spuren von Elon Musk: Vietnams reichster Mann plant eine E-Auto-Fabrik in Deutschland

Der vietnamesische Hersteller Vinfast will damit den europäischen Markt versorgen. Deutsche Zulieferer profitieren bereits jetzt von den Aufträgen.Mathias Peer 10.01.2022 - 18:07 Uhr Artikel anhören

Aktuell ist der Autobauer aus Vietnam auf der Suche nach passenden Standorten in Deutschland. Bis Ende 2024 will er auch in den USA produzieren.

Foto: Bloomberg

Bangkok. Der reichste Mann Vietnams tritt gegen den reichsten Mann der Welt an: Mit neuen E-Auto-Fabriken in Deutschland und den USA will Vinfast-Gründer Pham Nhat Vuong dem Marktführer Tesla von Elon Musk Konkurrenz machen. Das verkündete der Autohersteller am Donnerstag, der vor drei Jahren in Vietnam seine ersten Verbrennerfahrzeuge auf den Markt gebracht hatte – mithilfe deutscher Technologie.
Für die globale Expansion will Vinfast komplett auf Elektromobilität umsteigen. Ende 2022 sollen in der baufrischen Fabrik in der nordvietnamesischen Industriestadt Haiphong die letzten Verbrenner vom Band laufen, wie Vinfast-Chefin Le Thi Thu Thuy bei der weltgrößten Elektronikmesse CES in Las Vegas bekannt gab.
Thuy steht erst seit Kurzem an der Spitze des Autoherstellers, der zu Vuongs riesiger Vingroup gehört – einem Konglomerat, das in Vietnam Wohnimmobilien baut, Schulen und Krankenhäuser betreibt sowie den Einzelhandel dominiert.

Thuy übernahm die Position, als sich der frühere Opel-Chef Michael Lohscheller Ende Dezember überraschend von dem Chefposten bei Vinfast zurückgezogen hatte – aus persönlichen Gründen, wie es hieß.
Vinfast hat erst vor Kurzem die ersten Elektroautos in Vietnam ausgeliefert und baut dort eine eigene Batteriefabrik. Die neu angekündigten Produktionsstandorte sollen das Unternehmen auf den globalen Markt bringen: In den USA soll die Produktion von E-Autos, Elektrobussen und Batterien 2024 beginnen, eine Kapazität von 250.000 Fahrzeugen pro Jahr ist geplant. Drei Standorte sind in der engeren Auswahl.

Vinfast hat bereits gute Kontakte nach Deutschland

Die deutsche Fabrik soll den europäischen Markt bedienen. Man suche mit der Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing des Bundes nach einem geeigneten Standort. „Man muss Fabriken in der Nähe der Absatzmärkte haben, um Kunden gewinnen zu können“, sagte Thuy. Autos weltweit per Schiff auszuliefern sei nicht mehr zeitgemäß – besonders mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie.

Gute Kontakte in Deutschland hat Vinfast bereits: Die Basis der ersten Fahrzeuge lieferten BMW und Opel, Bosch und ZF Friedrichshafen waren die wichtigsten Zulieferer. ZF liefert nun auch Kameras und Sensoren für die automatischen Fahrsysteme neuer Vinfast-Fahrzeuge.

Zunächst will Vinfast fünf E-Modelle für 36.000 bis 53.000 Euro auf den Markt bringen. „Wir sind überzeugt, dass wir einen Platz im europäischen Markt finden, zumal die Umstellung auf E-Fahrzeuge in Europa glasklar ist“, sagte Managerin Thuy.

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