Volt-Storage: „90 Prozent billiger“: Start-up will mit Eisen-Salz-Batterien das Speicher-Problem der Erneuerbaren Energien lösen
Die ersten Pilotprojekte mit Kunden kündigt Volt-Storage für 2023 an. Das Interesse bei Windkraft- und Solarparkbetreibern an Speichermöglichkeiten ist groß.
Foto: Getty Images/iStockphotoMünchen. Das Start-up Volt-Storage will mit frischem Kapital und einem neuen strategischen Investor die Kommerzialisierung seiner Eisen-Salz-Batterien schneller vorantreiben. „Wir haben jetzt Planungssicherheit und wollen die Markteinführung beschleunigen“, sagte CEO Jakob Bitner dem Handelsblatt.
Das Münchener Start-up hat Großbatterien auf Basis von Eisen-Salz-Technologie entwickelt. Diese sind laut Unternehmen pro Kilowattstunde nur etwa ein Zehntel so teuer wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Den Prototyp hat das Unternehmen im Dezember in Betrieb genommen. Die ersten Pilotprojekte mit Kunden sollen 2023 folgen.
Die Technologie soll einen Beitrag zur Lösung eines der großen Probleme der Energiewende leisten: Strom aus Erneuerbaren ist oft im Überfluss vorhanden – und fehlt, wenn der Bedarf hoch ist, es aber gerade windstill und dunkel ist. Daher ist das Interesse bei Windkraft- und Solarparkbetreibern an Speichermöglichkeiten groß.
Volt-Storage hat nun den US-Konzern Cummins Inc. als Investor gewonnen. Der Diesel- und Gasmotorenspezialist kommt aus der Welt der konventionellen Energieträger und will, ähnlich wie in Deutschland zum Beispiel MAN Energy Solutions, im Rahmen seiner eigenen Energiewende stärker auf die Erneuerbaren setzen.