Unterhaltungsbranche: Superstar Beyoncé treibt Country-Boom in den USA voran
Nashville, Washington. Bei einem Superbowl-Werbespot hatte Megastar Beyoncé in der vergangenen Woche ihre neue Single vorgestellt: Die Sängerin verließ ihre üblichen Genres Hip Hop, R&B und Pop und veröffentlichte mit „Texas Hold 'Em“ einen Country-Song. Mit dem Stück ist ihr nun als erste schwarze Frau der Sprung an die Spitze der US-Countrycharts gelungen.
„Texas Hold 'Em“ steht derzeit auf Platz 1 der Billboard-Country-Charts, die sich aus Streaming, Radio-, und Verkaufsdaten zusammensetzen. Beyoncés Durchbruch in einer Musikrichtung, die über Jahrzehnte überwiegend von weißen Künstlerinnen bespielt wurde, zeigt, wie sehr sich die amerikanische Countrymusik verändert. In den USA erlebt Country einen unvergleichlichen Boom, die Fangemeinde wächst zur Zeit schneller als bei Hip-Hop und R&B.
Laut Branchenbeobachter Luminate waren im Jahr 2023 vier der zehn digital am häufigsten gestreamten Stücke in den USA Countrysongs. Luminate zufolge stieg der Konsum von Countrymusik in den USA um rund 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Sina Hall vom deutschen Konzertveranstalter Semmel sieht auch in Deutschland einen Wachstumsmarkt: „Wir sehen rasant steigende Zahlen bei den Ticketverkäufen für Country“, sagt sie dem Handelsblatt. Tickets für US-Sänger wie Luke Combs oder Lainey Wilson seien schnell vergriffen. Laut der amerikanischen Country Music Association habe sich in die Wachstumsrate beim Streaming von Country in Deutschland zuletzt verdreifacht.