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Nahost-KonfliktIsraels Armee rückt in den Süden des Gazastreifens vor

Rund fünf Wochen nach dem Beginn der israelischen Bodenoffensive im Norden des Gazastreifens kämpfen die Truppen nun im gesamten Gebiet. 03.12.2023 - 21:13 Uhr aktualisiert

Tel Aviv, Gaza. Die israelischen Bodentruppen sind nach Angaben eines Militärsprechers nun im gesamten Gazastreifen gegen die radikal-islamische Hamas im Einsatz. Kurz nach dem Massaker der Hamas am siebten Oktober gingen die Truppen zunächst im nördlichen Gebiet gegen Ziele der Terrororganisation vor.

Die Soldaten seien im Kampf gegen Ziele der islamistischen Hamas eingesetzt, sagte Armeesprecher Daniel Hagari am Sonntagabend.

Zudem greift Israels Militär eigenen Angaben zufolge seit dem Ende der Feuerpause am Freitag verstärkt Ziele im Süden aus der Luft an. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte erst kürzlich gesagt, ein Bodeneinsatz sei der einzige Weg, die islamistische Hamas zu zerstören.

Die Armee habe im nördlichen Gazastreifen stark und gründlich gekämpft und tue dies nun auch im südlichen Gazastreifen, hatte Israels Generalstabschef Herzi Halevi kurz zuvor gesagt – ohne dabei explizit von einer Bodenoffensive zu sprechen.

Augenzeugen hatten der Deutschen Presse-Agentur vorher berichtet, israelische Bodentruppen seien in der Gegend östlich der Stadt Chan Junis, der zweitgrößten Stadt im Gazastreifen, im Süden des Gebiets vorgerückt. Die Berichte ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Am Wochenende wurden Flugblätter abgeworfen, in denen die Bewohner von Chan Junis und anderer Gegenden aufgefordert wurden, noch weiter in den Süden nach Rafah oder an die Küste im Südwesten des Gazastreifens zu fliehen. „Die Stadt Chan Junis ist eine gefährliche Kampfzone“, hieß es auf den Flugblättern.

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Die israelische Armee hat die Palästinenser im Süden des Gazastreifens auf dem Kurznachrichtendienst X aufgefordert, bestimmte Gebiete zu verlassen. Israel hatte zuvor angekündigt, sogenannte sichere Bereiche für die Zivilbevölkerung einzurichten.

Hunderttausende Palästinenser sind nach Anweisungen des israelischen Militärs aus dem umkämpften Norden des abgeriegelten Küstengebiets in den Süden geflohen, wo es nun auch verstärkt Kämpfe am Boden geben dürfte. Rund 80 Prozent der rund 2,2 Millionen Einwohner des Gazastreifens sind nach UN-Angaben inzwischen Binnenflüchtlinge.

dpa, ap
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