Indexfonds: ETF-Anleger könnten europäischen Rekord knacken
Frankfurt. Investoren in Europa haben im November im Zuge der Aktienmarkterholung wieder ordentlich börsengehandelte Fonds (ETF) gekauft. Unter dem Strich gelangte neues Kapital von knapp 18 Milliarden Euro in diese in der Regel indexnachbildenden Fonds, wie das Analysehaus LSEG Lipper berechnet. Amundi, nach der Blackrock-Tocher Ishares zweitgrößter ETF-Anbieter in Europa, ermittelt einen ähnlich hohen Zufluss und spricht von den zweithöchsten Monatskäufen in diesem Jahr.
Insgesamt flossen in den ersten elf Monaten bereits gut 138 Milliarden Euro in die Fonds, wie LSEG errechnet. Und Experten halten für das Gesamtjahr einen neuen Rekord für möglich. Bisher ist 2023 bereits das zweitstärkste ETF-Jahr nach 2021, als Anleger insgesamt gut 161 Milliarden Euro neues Kapital in die Produkte steckten.
„Nach dem starken Monat November gibt es gute Chancen, dass 2023 noch ein Rekordjahr für ETFs in Europa wird“, sagt Detlef Glow, Leiter des Researchs für Europa und den Nahen Osten bei LSEG Lipper. Denn inzwischen legen Investoren auch im Dezember noch beträchtliche Summen an, ist seine Beobachtung.