US-Wahl 2024: Wer könnte Joe Biden kurzfristig ersetzen?
Washington/Düsseldorf. Es war keine gute Woche für Joe Biden. Erst verwechselte der 81-Jährige die französischen Präsidenten François Mitterand und Emmanuel Macron, dann die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem verstorbenen Ex-Regierungschef Helmut Kohl. Dazu passte der am Donnerstag veröffentlichte, 300 Seiten umfassende Abschlussbericht in der sogenannten Dokumentenaffäre.
Der Bericht zeichnete ein fragwürdiges Bild vom geistigen Zustand des 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Und das alles in einer Zeit, in der Ex-Präsident Donald Trump sich aufmacht, Biden bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen herauszufordern.
Eine Mehrheit der US-Bürger, auch unter demokratischen Anhängern, hielt Biden schon vor dem Bericht des Sonderermittlers Robert Hur für zu alt, um eine zweite Amtszeit absolvieren zu können. Diese Bedenken könnten jetzt verstärkt werden.
Doch einen „Plan B“ für eine Biden-Nachfolge gibt es nicht, die Demokraten halten an ihrem Präsidenten fest, er kann sich der Unterstützung praktisch aller hochrangigen Parteimitglieder sicher sein. Ein internes Umschwenken kurz vor der Wahl, so die Furcht von Strategen, könnte die Demokraten so sehr schwächen, dass sie in einem existenziellen Kampf gegen Trump keine Chance hätten.