Stromerzeugung: Union drängt auf Regulierung für Kernfusionskraftwerke
Berlin. Deutschland droht nach Einschätzung der Unionsfraktion rasante Fortschritte in der Entwicklung von Fusionskraftwerken zu verschlafen, weil es hierzulande an der erforderlichen Regulierung fehlt. In einem Antrag, den die Union am Freitag in den Bundestag einbringen will, heißt es, die Nutzbarmachung der Fusionsenergie rücke näher. Deutschland stehe an einem Punkt, an dem ein eigenständiger Rechtsrahmen für Fusionskraftwerke geschaffen werden müsse. In Deutschland müsse ein „attraktives, planbares, vertrauenswürdiges Umfeld für Start-ups und deren Investoren“ entstehen.
Rund um den Globus verfolgen Wissenschaftler, Firmen, Staaten und Institutionen sehr ambitioniert das Ziel, mit Kernfusion Energie zu erzeugen. Dabei werden Atomkerne anders als in heutigen Atomkraftwerken verschmolzen statt gespalten. Theoretisch ließen sich damit sehr große Energiemengen erzeugen – und das klimaneutral.
Kernfusionsreaktoren sind in ihrer Funktionsweise der Sonne nachempfunden: Im Innern der Sonne verschmelzen Wasserstoffkerne zu Heliumkernen und setzen dabei jede Menge Energie frei. Schädliche Nebenprodukte gibt es nicht – im Gegensatz zur herkömmlichen Kernspaltung. Bisher jedoch sind alle Versuche gescheitert, diese Fusion auf der Erde in großem Stil nachzuahmen.