Familienunternehmen: 8,7 Milliarden Euro – Deichmann erzielt Umsatzrekord
Essen. Verbraucher haben im vergangenen Jahr beim Schuhkauf stärker auf den Preis geachtet. Davon profitiert Deichmann: 2023 setzte Europas mit Abstand größter Schuheinzelhändler 8,7 Milliarden Euro um – rund sieben Prozent mehr als 2022. Online stieg der Umsatz allerdings nur um 1,4 Prozent, teilte Deichmann am Dienstagmorgen mit.
Das 111 Jahre alte Familienunternehmen, das für seine preiswerten Schuhe bekannt ist, enteilt der Konkurrenz deutlich. Inzwischen beschäftigt Deichmann 49.000 Mitarbeitende in 4.700 Filialen und 41 Online-Shops. Weltweit wurden 184 Millionen Paar Schuhe verkauft.
Einerseits setzt das Unternehmen weiter auf niedrige Einstiegspreise und bewirbt das Thema auch offensiv mit einer Kampagne „Wir wollen, dass Ihr für 19,99 Euro ausseht wie für 999 Euro“, heißt es darin. Deichmann reagiert damit darauf, dass die Budgets der Verbraucher durch die Inflation geringer geworden sind.
Zudem erwachsen dem Unternehmen neue Konkurrenten. Hansjürgen Heinick, Experte am Institut für Handelsforschung Köln, verweist darauf, dass auch die „besonders günstigen Gelegenheiten, nicht zuletzt auf Temu und Shein“, bei den Verbrauchern verfangen.