Renteneintritt: Zehn Dinge, die bei der Frührente zu beachten sind
Berlin. Sven Kasper hat es getan. Der Berliner steht noch voll im Berufsleben und kassiert trotzdem schon Rente. Eigentlich hätte er bis zum 1. Januar 2026 arbeiten müssen, doch Kasper hat sich anders entschieden und Frührente beantragt. Zwar muss er nun Abschläge beim Ruhegeld hinnehmen, doch das ist ihm egal. „Ich möchte, dass es mir jetzt gut geht“, sagt der 64-Jährige, „ob ich 80 oder 90 Jahre alt werde, weiß doch kein Mensch.“
Finanziell steht er jetzt gut da: Rente plus Gehalt bringen ihm rund 8000 Euro brutto im Monat, davon lässt sich gut leben. Die Nachteile, die mit der Kombi verbunden sind, nimmt er in Kauf: Verglichen mit der vollen Rente muss er jeden Monat 7,2 Prozent Abschläge hinnehmen, und das ein Leben lang. Hinzu kommt: Steuern und Sozialabgaben fressen einen großen Teil des zusätzlichen Geldsegens wieder auf.
Sven Kasper heißt in Wirklichkeit anders, aber da es ums Geld geht, möchte er seinen echten Namen nicht öffentlich sehen. Doch egal, ob Kasper, Meier oder Müller: Vor der Frage, die Kasper für sich entschieden hat, stehen jedes Jahr Zehntausende.