Peer Steinbrück: „Das Rentenpaket scheint mir höchst zweifelhaft“
Berlin. Im Mai 2009 führte der Bundestag auf Geheiß des damaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) die Schuldenbremse ein. 15 Jahre später hält der frühere SPD-Politiker die Schuldenregel wegen der Zeitenwende, des Klimawandels und der neuen Blockbildung in der Weltwirtschaft für reformbedürftig.
Dies werde auch ein Friedrich Merz (CDU) noch erkennen, der sich bislang an die Schuldenbremse klammert. Verrat sei eine Frage des Datums, sagt Steinbrück. Forderungen aus der SPD nach einer vollständigen Abschaffung hält Steinbrück allerdings für „absurd“ und „politisches Maulheldentum“.
Neben der Schuldenbremse spricht Steinbrück im Handelsblatt-Interview auch über die aus seiner Sicht nicht tragbaren Steuersenkungspläne Christian Lindners (FDP), warum Sozialkürzungen für die SPD kein Tabu sein dürfen und über handwerkliche Fehler der Ampelkoalition von Olaf Scholz.