Immobilien: In welchen Kölner Stadtteilen Potenzial für Wohnungskäufer steckt
Köln. Roland Kampmeyer ist Realist: „Der Immobilienmarkt hat sich komplett gewandelt, und dieser Wandel ist gekommen, um zu bleiben“, sagt der Inhaber des Kölner Maklerhauses Kampmeyer Immobilien.
Die Zeiten mit extrem niedrigen Hypothekenzinsen, hoher Käufernachfrage und wenig Angebot kämen auch in der Domstadt so schnell nicht wieder, ist er überzeugt.
Immerhin: Seit Jahresbeginn zeigt das Geschäft mit Häusern und Wohnungen Anzeichen der Erholung. Zaghaft kehren Käufer zurück an den Markt. „Vor allem bei Neubauten ist allerdings noch deutliche Zurückhaltung zu spüren“, sagt Kampmeyer.
Auch Anett Barsch, verantwortlich für das Projektentwicklungsgeschäft von Swiss Life Asset Managers (AM) in Deutschland, beobachtet das. Drei Wohnprojekte realisiert das Tochterunternehmen des Schweizer Versicherers in Köln.
Im vergangenen Jahr sei der Umsatz um mehr als 80 Prozent eingebrochen, er erhole sich aktuell aber. „Wir erwarten, dass die Nachfrage 2024 wieder auf 30 bis 40 Prozent des vorherigen Niveaus steigt und sich auch mittelfristig dort einpendeln wird.“
Verlockende Angebote
Die Statistik zeigt eindrücklich, wie heftig der Neubaumarkt getroffen wurde. Gerade einmal 150 Notarverträge für frisch gebaute Wohnungen wurden 2023 unterzeichnet, zeigt der aktuelle Grundstücksmarktbericht des Kölner Gutachterausschusses. Zum Vergleich: 2021 zählten die Gutachter 754 Erstverkäufe von Neubauwohnungen, 2022 immerhin noch 340.