Märkte-Insight: Der Aktienmarkt ist gut, aber teuer
Ein Sprichwort sagt: „Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.“ Es gibt aber auch Varianten dieser Weisheit. Wer zu seinem 94. Geburtstag rund 300 Milliarden Dollar sein Eigen nennt, hat damit ein ebenso gutes Ruhekissen. Oder jedenfalls keine Sorgen, dass die Altersvorsorge nicht reicht.
Der legendäre Investor Warren Buffett, der am Freitag 94 Jahre alt wurde, hat ein solches Polster in seiner Holding Berkshire Hathaway. Die hat gerade einen Börsenwert von einer Billion Dollar überschritten. Was Buffett Sicherheit gibt, ist für die Kapitalmärkte aber eher ein schlechtes Zeichen.
Denn Buffett hat in den Jahrzehnten seiner Karriere immer dann Cash gebunkert, wenn ihm die Unternehmen – an der Börse und außerhalb der Börse – zu teuer waren. Er hat auf diese Weise immer wieder Endphasen von Aktienrallys zum Teil verpasst.
In schlechten Jahren hat er aber oft den breiten Markt geschlagen. Und damit wäre ein wichtiges Risiko angesprochen: Die Aktienbewertungen sind nach der Erholung der vergangenen Wochen und Tage wieder sehr hoch.