BASF-Chef Interview: „Wer eine starke Industrie will, braucht eine starke Chemie“
Düsseldorf. BASF-Chef Markus Kamieth sieht den Standort Deutschland nicht im Niedergang – anders als manch andere heimische Wirtschaftsführer. „Deutschland ist immer noch ein starkes Land, in dem man gut produzieren kann. Ich bin optimistisch für Deutschland, dass ein Neuanfang gelingt“, sagt Kamieth im Gespräch mit dem Handelsblatt, seinem ersten Interview nach Amtsantritt Ende April.
Deutschland sei durch den Industriesektor groß geworden, die Stärke liege weiterhin im technischen Bereich. „Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und für unseren Standort kämpfen. Diese Einstellung fehlt mir oft. Es braucht einen Ruck“, fordert der BASF-Chef.
Kamieth sieht nicht allein die Politik in der Pflicht, sondern auch die Manager selbst. Über die Standortbedingungen zu klagen, reicht ihm nicht. „Wenn ich die Probleme nur außen suche, dann übersehe ich die Dinge, die ich selbst verändern kann.“