Wärmewende: Wie grüne Fernwärme für Versorger und Verbraucher bezahlbar bleibt
Frankfurt. Die Ziele sind ehrgeizig: Mittelfristig sollen mindestens 100.000 Gebäude pro Jahr neu an Fernwärmenetze angeschlossen werden. Bis 2030 soll Fernwärme mindestens zur Hälfte aus erneuerbaren Energien stammen, 2045 rund ein Drittel aller Wohnungen mit klimaneutraler Fernwärme heizen. Doch der Ausbau stockt. Das liegt unter anderem daran, dass er teuer ist – so teuer, dass er sowohl Versorger als auch Haushalte finanziell überfordern könnte.
Eine Studie zeigt nun auf, mit welchen Maßnahmen die Wärmewende in diesem Bereich finanzierbar sein könnte. Erstellt hat sie die Denkfabrik Agora Energiewende auf Basis der Prognose „Klimaneutrales Deutschland 2045“ des Prognos-Forschungsinstituts.
Die Ausgangslage ist klar: Grüne Fernwärme kann einen großen Beitrag leisten, um die Klimaziele zu erreichen. Denn sie bietet sich vor allem dort an, wo die Installation von anderen Systemen wie Wärmepumpen schwierig ist: in Städten und Ballungsräumen.
Ein Drittel aller Wohnungen soll 2045 mit Fernwärme heizen
Doch das Ziel der 100.000 ans Fernwärmenetz angeschlossenen Gebäude ist noch weit entfernt: 2020 waren es nach 2023 veröffentlichten Zahlen des Fernwärmeverbands AGFW nur 25.000 bis 35.000 Neuanschlüsse.