1. Startseite
  2. Politik
  3. International
  4. Haushaltslage: „Besorgniserregend“ – Frankreichs Defizit über sechs Prozent?

Haushaltslage„Besorgniserregend“ – Frankreichs Defizit über sechs Prozent?

Die neue Regierung in Paris hat einen schweren Start. Das Haushaltsdefizit fällt noch größer aus als erwartet. Dabei muss Frankreich bald einen Plan zur Sanierung der Finanzen vorlegen. 25.09.2024 - 18:10 Uhr Artikel anhören
Der für den Landeshaushalt zuständige Minister Laurent Saint-Martin (rechts) und Finanzminister Antoine Armand zeichnen im französischen Parlament ein düsteres Bild der öffentlichen Finanzen. Foto: IMAGO/ABACAPRESS

Paris. Frankreich steckt finanziell noch schlimmer in der Klemme als zuletzt gedacht. Das Haushaltsdefizit könne im laufenden Jahr sechs Prozent übertreffen, sagte der neue Budgetminister Laurent Saint-Martin im Haushaltsausschuss des Parlaments in Paris. „Ja, der Zustand unserer öffentlichen Finanzen ist besorgniserregend.“

Die entscheidenden Gründe dafür seien Steuereinnahmen, die hinter den Erwartungen zurückblieben, sowie zu hohe öffentliche Ausgaben. Die monatelange politische Hängepartie in Frankreich habe außerdem zu einer Abwartehaltung der wirtschaftlichen Akteure geführt.

Wegen einer zu hohen Neuverschuldung betreibt die EU-Kommission im Moment bereits ein Defizitverfahren gegen Frankreich. Das Ziel, die Neuverschuldung in Etappen wieder unter den europäischen Grenzwert von drei Prozent zu bringen, wird für die am Montag erst angetretene Regierung des konservativen Premiers Michel Barnier nun immer schwieriger.

„Für 2025 müssen wir erhebliche Anstrengungen unternehmen“, sagte Minister Saint-Martin. Zunächst und vor allem gelte es, bei den Ausgaben zu sparen, erst danach und nicht andersherum könne über Steuererhöhungen nachgedacht werden.

Ein Haushaltsentwurf solle am 9. Oktober vorgelegt werden, sagte der Minister. Wegen der schwierigen Suche nach einem neuen Premierminister nach den vorgezogenen Parlamentswahlen und der umständlichen Regierungsbildung gibt es Zeitdruck. Denn bis zum 31. Oktober muss Paris bereits der EU-Kommission einen Plan zur Sanierung seiner öffentlichen Finanzen vorlegen.

Die bisherige Regierung war für 2024 ursprünglich von einem Haushaltsdefizit von 5,1 Prozent ausgegangen. Anfang September war dann von 5,6 Prozent die Rede.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt