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Olympische SommerspieleFrankreich verdoppelt Wachstum im Sommerquartal dank Olympia-Schub

Die französische Wirtschaft ist im Sommer um 0,4 Prozent gewachsen und damit stärker als erwartet. Das treibt die Zahlen auf Euro-Ebene. Deutschland und Italien hingegen bremsen. 30.10.2024 - 12:36 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Das französische BIP ist stärker gewachsen als erwartet. Foto: Sven Hoppe/dpa

Paris. Die französische Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo im Sommerquartal dank der Olympischen Spiele in Paris verdoppelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Juli bis September um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet, nachdem die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone im Frühjahr noch um 0,2 Prozent gewachsen war.

Die Daten aus Frankreich tragen entscheidend dazu bei, dass die Wirtschaft auf Ebene der Euro-Zone stärker gewachsen ist als erwartet: nämlich um 0,4 Prozent statt wie prognostiziert um 0,2 Prozent. Im Frühjahr hatte das Plus noch 0,2 Prozent betragen.

Deutschland zieht die Euro-Zone nach unten. Zwar fiel die Entwicklung im dritten Quartal besser aus als erwartet, allerdings liegt das Wachstum mit 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal noch immer unter dem auf Euro-Ebene.

Italiens Wirtschaft wiederum ist im dritten Quartal gar nicht gewachsen. Sie stagnierte nach Angaben des Statistikamtes ISTAT im Vergleich zum Vorquartal. Vorläufigen Daten vom Mittwoch zufolge betrug der Zuwachs  im Vergleich zum Vorjahr 0,4 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten für den Quartalsvergleich ein Plus von 0,2 Prozent erwartet, für den Jahresvergleich 0,7 Prozent.

Frankreich: Olympia treibt Konsumausgaben an

Die Olympischen Sommerspiele wurden vom 26. Juli bis zum 11. August in der französischen Hauptstadt ausgetragen. Das sportliche Großereignis lockte viele ausländische Touristen ins Land, wovon vor allem die Dienstleister profitierten.

So wuchsen die Konsumausgaben im dritten Quartal um 0,5 Prozent, nachdem sie im Frühjahr noch stagnierten. Die Statistiker führten das „rund zur Hälfte“ auf den „Konsum von Freizeitdienstleistungen im Rahmen der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris“ zurück. Dagegen schrumpften die Exporte im Sommer um 0,5 Prozent, die Importe um 0,7 Prozent und die Investitionen sogar um 0,8 Prozent.

Die Industriestaaten-Organisation OECD traut Frankreich in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent zu, das sich im kommenden Jahr leicht auf 1,2 Prozent beschleunigen soll. Zum Vergleich: Für Deutschland sagt die OECD im laufenden Jahr nur ein Mini-Plus von 0,1 Prozent voraus, 2025 soll es dann zu einem Wachstum von 1,0 Prozent reichen.

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Für neuen Schwung könnten künftig die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgen. Sie hat in diesem Jahr bereits dreimal ihre Geldpolitik gelockert und dürfte diesen Kurs fortsetzen, da die Inflation mittlerweile deutlich zurückgegangen ist. Niedrigere Finanzierungskosten könnten die Investitionen in Frankreich und der Euro-Zone insgesamt ankurbeln.

rtr
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