Dax: Es gibt sie noch, die bewährte Gesetzmäßigkeit der Börse
Düsseldorf. Mit Donald Trump als US-Präsident aufgewacht, ohne Ampel-Bundesregierung ins Bett gegangen. Viel mehr Ungewissheit als nach diesem denkwürdigen Mittwoch geht wohl nicht.
Nichts ist mehr, wie es war, und doch gibt es sie noch, Gesetzmäßigkeiten, auf die man sich verlassen kann. Zumindest in der Finanzwelt. Ja, sogar in Deutschlands wichtigstem Börsenindex, dem Dax mit seinen 40 größten börsennotierten Konzernen.
Das zeigt der Blick auf die größten Gewinner und Verlierer. Mit einem Kursrückgang von 43 Prozent hat die Bayer-Aktie in den vergangenen zwölf Monaten so viel wie kein anderer Dax-Titel verloren. Der Trend währt schon lange, denn Bayer steht seit fast einem Jahrzehnt in den kurz-, mittel- und langfristigen Verliererlisten weit oben.
Seit dem Kurshoch im Jahr 2015 hat die Aktie gut 80 Prozent an Wert verloren. Grund dafür ist der Kauf des umstrittenen Pestizidherstellers Monsanto. Mit 50 Milliarden Euro war der Deal zu teuer und obendrein schädlich, weil er Bayer milliardenschwere und nicht enden wollende Rechtsstreitigkeiten nach Leverkusen brachte.