Klimaschutz: Retten Fusionsreaktoren die Erde vor dem Klimaschock?
München. Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hat eine neue Hauptquelle künftiger Energieversorgung ausgemacht. „Wir prüfen das Thema Kernfusion“, erklärte er öffentlich. Zwei große Fusionsreaktoren sollten erprobt werden: „Wir wollen hier in Deutschland den ersten am Netz haben, wir wollen das nicht China überlassen.“
Weltweit hat bei diesem Thema ein Technologiewettlauf eingesetzt. Überall bilden sich Allianzen zwischen Forschern, Firmen und Förderern in der Politik. Rund 40 Start-ups – hauptsächlich in den USA, in China, in Großbritannien und in Deutschland – arbeiten emsig am richtigen Konzept für Fusionsenergie, bei der kaum nukleare Abfälle anfallen sollen, anders als bei der herkömmlichen Kernspaltung.
Es geht im Grunde darum, das Geschehen im Inneren der Sonne zu reproduzieren – zwei Atomkerne sollen bei größter Hitze zu einem neuen Kern verschmelzen und dabei viel Energie abgeben. Ein Durchbruch gelang 2022 am Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien: Erstmals wurde bei einem Laserfusions-Experiment mehr Energie gewonnen, als hineingesteckt wurde – auf niedrigem Niveau.