USA: Begnadigt Donald Trump die Kapitol-Stürmer?
Washington. Donald Trump hat es versprochen: Ist er erst einmal zurück im Weißen Haus, will der designierte US-Präsident viele der Randalierer begnadigen, die am 6. Januar 2021 gewaltsam in das Kapitol in Washington eindrangen.
Im Wahlkampf hatte er die Aufrührer als Patrioten, politische Gefangene und Geiseln bezeichnet, die doch nur einen angeblichen Wahlbetrug verhindern wollten.
Werden nun also alle Kapitol-Stürmer vor Strafverfolgung geschützt? Und wie würde Trump vorgehen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Wie ist der Stand der juristischen Aufarbeitung?
Die Aufarbeitung ist aufgrund der Dimension der Ausschreitungen aufwendig und dauert weiter an. Bei der Erstürmung des Kapitols, mit der Trump-Anhänger die Zertifizierung von Joe Bidens Wahlsieg verhindern wollten, kamen fünf Menschen ums Leben, mehr als 140 Polizisten wurden verletzt.
Mehr als 1500 Personen wurden bisher wegen Verbrechen im Zusammenhang mit dem 6. Januar angeklagt. Rund 1250 von ihnen wurden nach Angaben des Justizministeriums verurteilt oder haben sich schuldig bekannt.
Etwa die Hälfte davon wurde mit einer Gefängnisstrafe belegt. Die Anklagen reichen von kleineren Vergehen wie Hausfriedensbruch bis hin zu schwerer Körperverletzung und anderen schwerwiegenden Anklagen mit hohen Strafen.