Inflation: US-Inflation nicht so hoch wie befürchtet – Anleger in Kauflaune
Düsseldorf, Frankfurt. Auf die Ernüchterung an den Börsen folgt ein neuer Kaufrausch: Anleger bescherten dem deutschen Leitindex Dax am Mittwochnachmittag ein Rekordhoch von knapp 20.630 Punkten. Auslöser sind Inflationsdaten aus den USA, die an der Wall Street ebenfalls mit Erleichterung aufgenommen wurden. Erst am Freitag waren die Börsenkurse wegen neuer Jobdaten gefallen.
Zwar hat die Teuerungsrate in den USA zum Jahresende erwartungsgemäß wieder angezogen, weil Waren und Dienstleistungen sich im Dezember auf Jahressicht um 2,9 Prozent verteuerten. Die Daten des US-Arbeitsministeriums zeigen aber auch, dass sich die viel beachtete Kerninflation etwas abgeschwächt hat.
Sie klammert schwankungsanfällige Posten wie Energie und Lebensmittel aus. Damit gibt sie Hinweise auf den mittelfristigen Gesamttrend der Inflation. Im Vergleich zum Dezember 2023 fiel der Wert leicht auf 3,2 Prozent, auf Monatssicht betrug das Minus 0,2 Prozent.
Experten hatten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge mit dem Anstieg der Verbraucherpreise auf 2,9 Prozent gerechnet. Im November hatte die Teuerungsrate noch bei 2,7 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent gestiegen – ein vergleichsweise hoher Wert. Diese Betrachtung bildet aktuelle Preistrends besser ab.