Immobilien: Warum lassen sich Luxus-Häuser aktuell so schwer verkaufen?
München. Der im November 2020 verstorbene Starfriseur Udo Walz hat in Berlin unweit des Grunewalds eine geschmackvoll eingerichtete Sechs-Zimmer-Villa hinterlassen. Das 370-Quadratmeter-Haus aus den späten 1920ern mit großem Garten ist das, was Makler wohl ein „individuelles Schmuckstück“ nennen würden, Wellnessbereich plus Pool inklusive.
All dieser Luxus hat bislang viele Interessierte angelockt, doch einen neuen Eigentümer fand das Haus, das seit dem frühen Herbst 2024 zum Verkauf steht, bislang nicht – obwohl der Preis mit rund 3,5 Millionen Euro aus der Sicht von Fachleuten zwar hoch, aber nicht übertrieben hoch ist.
Damit steht die Walz-Villa für eine Entwicklung am Markt für Luxusimmobilien. „Die durchschnittliche Vermarktungszeit luxuriöser Immobilien hat sich von neun auf zwölf Monate verlängert“, sagt Thorsten Möller vom Maklerhaus Sotheby’s International Realty.
Der Leiter der Sotheby’s-Dependance auf Sylt, dem deutschen Hotspot für Luxusimmobilien, beobachtet „einen deutlichen Wandel hin zu einem Käufermarkt“. Die Gründe hierfür seien vielschichtig, sagt Möller. Doch es gebe auch millionenteure Objekte, die nur sehr kurz im Schaufenster stünden.
Was den Markt bewegt und wer bei welchen Objekten auf Schnäppchen hoffen kann.