Energiekonzerne: Adnoc und OMV planen Großfusion
Abu Dhabi. Der arabische Ölkonzern Adnoc und der österreische Energieproduzent OMV wollen ihr Kunststoffgeschäft zusammenlegen und in diesem Zuge den kanadischen Kunststoffproduzenten Nova Chemicals kaufen. Das Volumen der Übernahme beträgt wohl mehrere Milliarden Dollar. Das teilten beide Unternehmen am Wochenende mit.
Der mögliche Erwerb ist das Ergebnis ihrer Verhandlungen um die Zusammenlegung ihres Polyolefingeschäfts. Bei Polyolefinen handelt es sich um Kohlenwasserstoffe, der größte Bestandteil von Kunststoff. Durch den Kauf entstünde ein Chemiekonglomerat mit einem potenziellen Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar.
Adnoc und OMV befinden sich in „konstruktiven und positiven“ Gesprächen über eine Fusion ihrer Kunststoffproduktion, gibt Adnoc in einer Erklärung am Samstag bekannt. An den Gesprächen sei auch der Staatsfonds Mubadala Investment aus Abu Dhabi, der Eigentümer von Nova Chemicals, beteiligt. Das Milliardenkonglomerat hätte Zugang zu Technologie und günstigen Rohstoffen.
Aktuell sind die Unternehmen in Kanada und im US-amerikanischen Bundesstaat Louisiana vertreten. Durch den Zusammenschluss würde der Einfluss von Adnoc und OMV in den USA weiter steigen. Das bedeutet auch: Zugang zu großen Mengen an Erdgas.
Erstpublikation: 02.02.2025, 15:13 Uhr.