Rente: „Wir brauchen eine attraktivere Förderung von Aktien in der Vorsorge“
Frankfurt. Henriette Peucker mahnt kurz vor der Bundestagswahl dringend die Neugestaltung der Altersvorsorge an. Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft in Deutschland brauche das Land unbedingt „Reformen, die die Nutzung von Aktien in der Vorsorge attraktiver machen“, sagt die geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts (DAI) im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Noch immer verließen sich die Menschen vor allem auf die abschmelzende gesetzliche Rente, kritisiert die oberste Interessenvertreterin der börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Vor Aktieninvestments scheuen sich die Deutschen indes weiterhin.
Dabei sei in Ländern, in denen Aktien mehr zur Vorsorge beitragen, die durchschnittlichen Geldvermögen der Privatleute deutlich höher. Denn ein breit gestreutes Portfolio konnte in der Vergangenheit jährliche Renditen zwischen sechs und neun Prozent erwirtschaften.
Die neue Bundesregierung müsse daher daran arbeiten, dass Deutschland in Sachen Aktienkultur aufhole, fordert Peucker. Die Vorschläge der Parteien dafür findet sie unterschiedlich überzeugend.