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InflationEnergiepreise fast ein Drittel höher als 2021

Haushalte müssen aktuell für Energie deutlich mehr zahlen als noch vor vier Jahren. Doch nicht alle Energieformen stiegen gleich stark, zeigt eine Auswertung von Verivox. 22.02.2025 - 10:45 Uhr Artikel anhören
Heizung: Voll aufdrehen ist aktuell deutlich teurer als noch 2021. Foto: dpa

Heidelberg. Die Haushalte in Deutschland zahlen drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Schnitt 31 Prozent mehr für Energie als noch 2021. Dies geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Verivox hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag.

Demnach muss ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt aktuell 5.407 Euro im Jahr für Energie aufbringen. Im Vorkriegsjahr 2021 waren es noch 4.121 Euro. Für den Haushalt wurde eine Gas- oder Ölheizung mit einem jährlichen Wärmebedarf von 20.000 Kilowattstunden (kWh), ein Stromverbrauch von 4.000 kWh und eine jährliche Fahrleistung mit einem Verbrenner-Fahrzeug von 13.300 Kilometern angenommen. Haushalte, die mit Fernwärme oder Wärmepumpen heizen, wurden nicht berücksichtigt. 

Besonders stark gestiegen seien die Heizkosten. Sie hätten bei Erdgas im Schnitt um 74 Prozent zugelegt. „Neben den gestiegenen Beschaffungskosten treiben höhere Gasnetzgebühren und der steigende CO2-Preis auf fossile Brennstoffe die Preise“, so Verivox. Der Gas-Haushaltskundenpreisindex der Bundesnetzagentur nennt eine ähnliche Größenordnung. Demnach stieg der Indexwert für Bestandskunden von Januar 2021 bis Januar 2025 um 76 Prozent.

Heizöl sei um rund 35 Prozent teurer geworden, so Verivox. Da mehr Haushalte mit Gas als mit Öl heizen, seien die durchschnittlichen Heizkosten insgesamt um 61 Prozent gestiegen.

Auch Autofahrer müssten mehr zahlen. So sei Benzin seit 2021 um 15 Prozent und Diesel um 21 Prozent teurer geworden. „Im Durchschnitt zahlen Verbraucher 17 Prozent mehr für Kraftstoff.“

Höhere Netzentgelte und Beschaffungskosten treiben Stromkosten in die Höhe

Die Stromkosten stiegen ebenfalls im Schnitt um 17 Prozent. Gründe dafür seien vor allem höhere Netzentgelte und gestiegene Beschaffungskosten der Energieversorger.

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Der Strom-Haushaltskundenpreisindex der Bundesnetzagentur nennt auch hier eine ähnliche Größenordnung. Demnach stieg der Indexwert für Bestandskunden von Januar 2021 bis Januar 2025 um gut 14 Prozent.

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„Eine Rückkehr auf das Energiekostenniveau von vor dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine ist derzeit nicht in Sicht“, erklärte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck. Angesichts wieder angestiegener Großhandelspreise, höherer Netzkosten sowie steigender CO2-Preise sei eher davon auszugehen, dass die Energiekosten weiter ansteigen würden.

dpa
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