Bundestagswahl: Höchste Wahlbeteiligung im vereinten Deutschland – mit 84 Prozent
Berlin. Die Wählerinnen und Wähler in Deutschland haben über die Zusammensetzung des neuen Bundestages abgestimmt. Einer ARD-Prognose zufolge gewinnt die Union die Wahl eindeutig.
In der Prognose der ARD kommen die Parteien auf folgende Ergebnisse:
- CDU/CSU: 29 Prozent
- AfD: 19,5 Prozent
- SPD: 16 Prozent
- Grüne: 13,5 Prozent
- Linke: 8,5 Prozent
- FDP: 4,9 Prozent
- BSW: 4,7 Prozent
Für die Prognose befragte Infratest dimap Wählerinnen und Wähler in 560 Wahllokalen bundesweit. Basis der Zahlen sind somit ausschließlich die Interviews am Wahltag. In den darauf folgenden Hochrechnungen werden auch die tatsächlichen Auszählungsergebnisse berücksichtigt.
Bis 18.00 Uhr konnten die mehr als 59 Millionen Wahlberechtigten im Bundesgebiet ihre Stimme abgeben, nun beginnt die Auszählung. In den rund 65.000 Wahllokalen sind dafür etwa 675.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz.
Die Wahlbeteiligung an der Wahlurne liegt nach der Verkündigung der Wahlprognose bei 84 Prozent. Darüber berichtet die Tagesschau. Das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Bei der letzten Bundestagswahl 2021 hatte die Wahlbeteiligung nach dem amtlichen Endergebnis 76,4 Prozent betragen.
In den Zahlen der Bundesländer sind die Briefwähler noch nicht mit einberechnet. Da die Wahlen 2021 noch in die Corona-Pandemie fielen, ist es möglich, dass 2021 mehr Menschen per Brief gewählt haben als in diesem Jahr. Das könnte in Teilen die Unterschiede zwischen beiden Wahlen erklären.
So hoch ist die Wahlbeteiligung in den einzelnen Bundesländern
- Baden-Württemberg: Laut SWR lag die Wahlbeteiligung in dem Bundesland bei 36,5 Prozent um 14 Uhr. Zu der Zeit waren es in Baden-Württemberg im Jahr 2021 mehr als zehn Prozent weniger, 23,27 Prozent.
- Bayern: Die Wahlbeteiligung in Bayern liegt um 14 Uhr bei rund 48 Prozent. Diese Informationen veröffentlichte die Wahlleiterin.
- Berlin: In Berlin lag die Wahlbeteiligung bis 16 Uhr bei 66 Prozent, wie der Landeswahlleiter auf der entsprechenden Webseite veröffentlichte. Bei der letzten Bundestagswahl waren es um die Zeit 54,1 Prozent. Die Ergebnisse sind allerdings nur bedingt miteinander vergleichbar, da die Wahlen in Berlin wegen diverser Probleme im Wahlablauf in Teilen wiederholt werden musste.
- Brandenburg: Laut RBB lag die Wahlbeteiligung in Brandenburg bis 14 Uhr bei 55,4 Prozent. Zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021 lag diese demnach deutlich niedriger.
- Bremen: Die Wahlbeteiligung in Bremen lag um 16 Uhr bei 63,6 Prozent, wie die Bremer Landeswahlleitung auf ihrer Internetseite mitteilte. 2021 gaben 50,8 Prozent der wahlberechtigten Bremerinnen und Bremer zu der Zeit ihre Stimme ab.
- Hamburg: In Hamburg beteiligten sich bis 16 Uhr 78,6 Prozent der Wahlberechtigten an der Wahl, der Wert liegt knapp über den 77,2 Prozent, die 2021 zur selben Zeit bereits gewählt hatten. Die Zahlen hat die Stadt Hamburg auf ihrer Webseite veröffentlicht.
- Hessen: In Hessen haben rund 42,5 der Wahlberechtigen bis 14 Uhr ihre Stimme abgegeben. Darüber berichtet die FAZ. Im Jahr 2021 waren es zum gleichen Zeitpunkt 41,3 Prozent,
- Mecklenburg-Vorpommern: Bis 14 Uhr haben in Badem-Württemberg 41,7 Prozent der rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der letzten Bundestagswahl 2021 lag die Wahlbeteiligung bei 32,5 Prozent, dies teilte der Landeswahlleiter auf der Webseite mit.
- Niedersachsen: In Niedersachsen lag die Wahlbeteiligung bei etwa 42,9 Prozent, teilte die Landeswahlleitung Stand 12:30 Uhr mit. Bei der Bundestagswahl 2021 lag die Wahlbeteiligung zur selben Zeit bei 36,6 Prozent.
- Nordrhein-Westfalen: In NRW gingen bis 14 Uhr rund 63 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne. Im Jahr 2021 waren es noch 45 Prozent. Dies teilte die Landeswahlleiterin mit.
- Rheinland-Pfalz: Bis zum Mittag war die Wahlbeteiligung in dem Bundesland auf dem Niveau der Bundestagswahl 2021. Sie lag um 12 Uhr bei 60 Prozent. Im Jahr 2021 lag die Zahl um die Zeit bei 61 Prozent, wie auf der Seite des Bundeslandes bekanntgegeben wurde.
- Saarland: In dem kleinen Bundesland lag die Wahlbeteiligung laut SR bis 14.00 Uhr bei 52,3 Prozent. Vor vier Jahren lag sie dem Bericht zufolge bei 39,2 Prozent.
- Sachsen: In Sachsen lag die Wahlbeteiligung bis 14 Uhr bei 39,6 Prozent. Dies teilte der Landeswahlleiter mit. Bei der letzten Bundestagswahl waren es zum selben Zeitpunkt 46,4 Prozent.
- Sachsen-Anhalt: In Sachsen-Anhalt lag die Wahlbeteiligung bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin mitteilte. Der Stand ist von 16 Uhr. Vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 46 Prozent gewesen.
- Schleswig-Holstein: In Schleswig-Holstein hatten bis 14 Uhr nach Angaben des Landeswahlleiters 52,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Wahl 2021 waren es zu diesem Zeitpunkt 55,5 Prozent gewesen.
- Thüringen: Um 14 Uhr lag die Wahlbeteiligung in Thüringen bei 59,2 Prozent, wie der Landeswahlleiter des Bundeslandes mitteilte. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren hatte die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 34,5 Prozent gelegen.
Andere Zwischenstände waren zunächst nicht bekannt.