Hamburg-Wahl: Was die SPD von Hamburgs Bürgermeister lernen kann
Berlin. „Hamburg ist anders“, lautet das inoffizielle Wahlkampfmotto der Hamburger SPD. Und nur eine Woche nach dem Debakel im Bund dürfte die SPD bei der Bürgerschaftswahl in der Hansestadt mit diesem internen Slogan einen klaren Sieg einfahren. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) dürfte für weitere fünf Jahre sein Eckbüro im Hamburger Rathaus beziehen.
Laut jüngsten Umfragen kommt die SPD in Hamburg auf 32 Prozent. Das ist zwar weniger als die 39,2 Prozent bei der Bürgerschaftswahl 2020. Allerdings liegt die Partei in der Hansestadt damit um das Doppelte über dem Niveau der Bundestagswahl. Und mit komfortablem Abstand vor dem Koalitionspartner von den Grünen und der oppositionellen CDU, die jeweils bei etwa 18 Prozent rangieren. Und das kommt nicht einmal überraschend.
Dass die SPD in der Hansestadt gegen den Bundestrend weiterhin stark ist, hat verschiedene Gründe. Einige Erfolgsfaktoren sind historisch bedingt, andere Hamburg-spezifisch. Aber einiges kann sich die Bundes-SPD von den Parteifreunden in Hamburg durchaus abschauen.