Strafzölle: Trumps Handelskrieg lässt weltweit die Börsenkurse einbrechen
Peking, Brüssel, Berlin, Frankfurt. Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Handelskrieg beginnt – und wird nach Einschätzung wichtiger EU-Politiker auch Europa treffen. „Es ist klar, dass Präsident Trump mit den Ankündigungen von Zöllen Ernst macht“, sagt der Europaabgeordnete Bernd Lange (SPD), nachdem Trump in der Nacht zu Dienstag Kanada, Mexiko und China mit Strafzöllen belegt hat.
Die EU erwartet, dass Trump schon am 12. März die angedrohten 25-Prozent-Zölle auf Stahl- und Aluminium-Importe verhängen wird. Die Europäer haben schon Produktlisten vorbereitet, die sie mit Gegenzöllen belegen wollen. „Wir werden uns wirtschaftlich und politisch nicht erpressen lassen und klare Gegenmaßnahmen einleiten“, sagt Lange.
China hat bereits auf die seit der Nacht zu Dienstag geltenden neuen US-Importzölle reagiert und kündigte an, vom 10. März an zusätzliche Zölle vor allem auf landwirtschaftliche Produkte aus den USA zu erheben.
Der Handelskrieg entwickelt sich zu einem Großrisiko für die Weltwirtschaft. Die ersten Folgen wurden an den Aktienmärkten sichtbar. Trumps Ankündigung ließ die Börsen in Asien, Europa und zuvor schon in den USA einbrechen. Der deutsche Leitindex Dax lag zeitweise so tief im Minus wie seit drei Jahren nicht mehr. In den USA gingen gemessen am S&P 500 Index mit den Verlusten vom Dienstag alle seit der Wiederwahl von Donald Trump Anfang November aufgelaufenen Gewinne verloren.