Sondierungen: So viel könnten Haushalte durch niedrigere Stromkosten sparen
Berlin. Die mögliche schwarz-rote Koalition will die Stromkosten dauerhaft senken. „Unser Ziel sind dauerhaft niedrige und planbare, international wettbewerbsfähige Energiekosten“, heißt es im Sondierungspapier der beiden Parteien. Um mindestens fünf Cent soll der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) Strom sinken. Im Januar 2025 lag dieser bei durchschnittlich 36,5 Cent, für Neukundinnen und Neukunden bei durchschnittlich 28 Cent.
Um das Ziel zu erreichen, haben sich Union und SPD auf zwei Maßnahmen verständigt:
Sie wollen zum einen die Stromsteuer „auf das europäische Mindestmaß senken“, von derzeit 2,05 Cent auf 0,1 Cent pro kWh – also auf nur noch ein Zwanzigstel. Zum anderen versprechen sie, die Übertragungsnetzentgelte zu „halbieren“ und dauerhaft zu deckeln, wie es in der Einigung heißt.
Ob die Pläne überhaupt kommen, wird maßgeblich von der Zustimmung der Grünen zum Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur abhängen.
Berechnungen des Vergleichsportals Verivox, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen, zeigen, dass mit den geplanten Maßnahmen deutlich weniger als fünf Cent Entlastung bei den Haushalten ankommen.