Geldanlage: Für welche Investmentstrategie eignen sich Eltifs?
München. „Der Knoten bei Eltifs ist geplatzt“, sagt Hosna Houbani. Im vergangenen Jahr kamen 55 neue European Long Term Investment Funds, wie Eltifs in der Langform heißen, auf den Markt. Das ist nach den Worten der Analystin der Ratingagentur Scope ein neuer Rekord. Und diese Bestmarke wird nach ihrer Einschätzung in diesem Jahr bereits Geschichte sein.
Als wichtigsten Grund für den Boom nennt sie das neue Regelwerk namens Eltif 2.0, das im Laufe des Jahres 2024 schrittweise in Kraft getreten ist. Die wohl wichtigste Änderung aus Kundensicht: Es ist keine Mindestanlage mehr nötig, um einen solchen Langfristfonds zu zeichnen.
Durch das Ende der Mindestanlage sollen die Langfristfonds, die unter anderem in Private Equity und Infrastrukturprojekte investieren, bereit sein für den Massenmarkt. Das bestätigt eine Studie, die Houbani und ihre Kollegen gemacht haben und deren Ergebnisse dem Handelsblatt vorab vorliegen.
Die Zahlen zeigen, wie Privatanlegerinnen und Privatanleger Eltifs nutzen und welche Renditen sie erwarten können. Sie lassen auch Rückschlüsse darauf zu, für wen sich Eltifs lohnen und wer die Finger davon lassen sollte.