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DZ BankUnion Investment bekommt einen neuen Chef

Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr verlässt Union-Investment-Chef Hans Joachim Reinke die DZ-Tochter. Sein Nachfolger steht bereits fest.Martin Müller 24.03.2025 - 16:23 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Hans Joachim Reinke verlässt Union Investment. Foto: Union Investment

Frankfurt. Hans Joachim Reinke gibt im kommenden Jahr den Vorsitz des genossenschaftlichen Fondshauses Union Investment ab. Reinke werde seine Aufgaben zum April 2026 übergeben, teilt der Vermögensverwalter am Montag mit. Reinke nachfolgen soll demnach Vorstand André Haagmann. Einen entsprechenden Beschluss habe der Aufsichtsrat am vergangenen Freitag gefasst, heißt es weiter.

„Ich freue mich darauf, bis zu meinem Ausscheiden im kommenden Jahr den Übergang mit diesem großartigen Team erfolgreich gestalten zu können“, schrieb Reinke am Montag auf der Karriereplattform LinkedIn.

Der 62-jährige Reinke führt die Fondsgesellschaft der DZ Bank seit eineinhalb Jahrzehnten. Davor hatte der Manager Führungspositionen im Privatkundengeschäft inne. Zu Union Investment war er 1991 gekommen.

Unter Reinke hat sich die Absatzstärke der Gesellschaft, die ihre Produkte vorrangig über den breiten Vertriebskanal der Volksbanken anbietet, gefestigt. Für das vergangene Jahr meldete Union Investment einen Rekordgewinn von 1,24 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen erreichte erstmals die Marke von 500 Milliarden Euro.

Im Frühjahr 2023 war der Vertrag von Reinke zuletzt nochmals um drei Jahre verlängert worden. Mit fast 64 Jahren bei seinem Ausscheiden sei die Altersgrenze erreicht, sagte ein Sprecher von Union Investment.

Neuer Union-Investment-Chef kommt aus dem eigenen Vorstand

Reinkes Nachfolger Haagmann sitzt seit drei Jahren im Entscheidergremium von Union Investment. In seiner Rolle verantwortet der 52-jährige Manager aktuell neben dem institutionellen Geschäft und der Investmentanalyse auch den zuletzt unruhigen Bereich Immobilien.

Im Sommer hatte Union Investment den milliardenschweren offenen Wohnimmobilienfonds „Uni lmmo Wohnen ZBI“ um 17 Prozent abwerten müssen und damit Anleger entsetzt. Vor wenigen Wochen gab das Landgericht Nürnberg-Fürth Verbraucherschützern recht, die den Fonds als zu sicher eingestuft sahen.

„Wir selber können sagen, dass wir im Sinne unseres Prospekts alles richtig gemacht haben“, hatte Haagmann noch wenige Tage zuvor auf einer Konferenz gesagt. Die Union-Investment-Tochter ZBI hat angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Reinke selbst hatte sich Ende August im Interview mit der „Börsen-Zeitung“ für die Abwertung entschuldigt.

Die Verantwortung für den Immobilienbereich übernimmt bereits ab Juli Vorstand Frank Engels, der aktuell schon für das Portfoliomanagement zuständig ist. Neuzugänge in den Vorstand gibt es demnach vorerst nicht.

Der Branche könnte Reinke indes erhalten bleiben. „Wer mich kennt, weiß genau, dass ich auch anschließend keine Ruhe im Ruhestand finden werde“, schrieb Reinke auf LinkedIn. „Ich weiß noch nicht, was dann auf mich wartet. Ich bin mir aber sicher, dass mir dieser neue Lebensabschnitt viele spannende Herausforderungen in Politik, Asset-Management-Branche und Finanzindustrie bieten wird.“

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