Handelskrieg: Kaliforniens Gouverneur Newsom fordert Ausnahme von Vergeltungszöllen
Düsseldorf. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom fordert andere Länder auf, in dem US-Bundesstaat hergestellte Produkte von Vergeltungszöllen auszunehmen. Damit reagiert er auf die Politik von US-Präsident Donald Trump, der am Mittwoch eine Welle von Zöllen verkündet hatte. Newsom bemüht sich nach eigenem Bekunden nun um neue strategische Partnerschaften.
„Als fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt wird der Golden State auch in Zukunft ein beständiger, verlässlicher Partner sein, unabhängig von den Turbulenzen, die aus Washington kommen“, wurde Newsom auf der Internetseite des Gouverneurs von Kalifornien zitiert. „Kalifornien ist nicht Washington D.C.“
Newsom bekräftigte Kaliforniens langjähriges Engagement für einen fairen und offenen Welthandel. Er gehört der Demokratischen Partei an und wird regelmäßig als potenzieller Präsidentschaftskandidat gehandelt. Trump ist Republikaner. Kalifornien zählt für sich genommen zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Viele Technologiekonzerne haben dort ihren Sitz.
Kaliforniens Wirtschaft ist stark vom Handel mit Mexiko, Kanada und China abhängig. Die Länder sind die drei wichtigsten Exportziele des Bundesstaates. Trump hatte bereits kurz nach Amtsantritt einen Handelskonflikt gegen die Nachbarländer Kanada und Mexiko gestartet, einige Zölle aber mehrmals wieder zurückgezogen. Für China sind nun 34 Prozent Zölle vorgesehen.
Newsom will Arbeitsplätze fördern, die vom grenzüberschreitenden Handel abhängig sind. Außerdem möchte er kritischen Lieferungen sicherstellen, wie etwa Baumaterialien, die unter anderem für den Wiederaufbau nach den Bränden in Los Angeles benötigt werden. „Es sind unsere Arbeiter, Familien und Landwirte, die am meisten unter Trumps Handelskrieg leiden werden“, erklärte Newsom.
Mit Agenturmaterial.