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BundesregierungDiese Personen werden für die Ministerposten gehandelt

Wer wird was? Das ist für viele die spannendste Frage der Regierungsbildung. Seit Wochen gibt es Spekulationen. Die Auflösung des Rätsels steht jetzt kurz bevor. 27.04.2025 - 13:02 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Verteidigungsminister Boris Pistorius, SPD-Fraktionsvorsitzender Lars Klingbeil und CDU-Chef Friedrich Merz sprechen im Plenarsaal des Bundestages miteinander. Foto: Michael Kappeler/dpa

Berlin. Der schwarz-rote Koalitionsvertrag ist längst fertig, die noch ausstehende Zustimmung von CDU und SPD wahrscheinlich. Aber große Spannung gibt es jetzt noch bei der Frage der künftigen Ministerinnen und Minister. Wer werden die Gesichter der Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU)? Welche Partei welche Ressorts bekommt, haben CDU, CSU und SPD schon aufgeteilt. Über die Besetzung der Top-Posten kann jetzt jede Partei für sich entscheiden. Und das ist Chefsache.

Am Montag will Merz die Ministerinnen und Minister der CDU vorstellen, wie Generalsekretär Carsten Linnemann der „Süddeutschen Zeitung“ sagte. Parallel dazu will auch CSU-Chef Markus Söder sein Personaltableau bekanntgeben, und zwar zunächst in einer Sitzung des CSU-Vorstands, zu der auch die CSU-Bundestagsabgeordneten eingeladen sind. Danach ist eine Pressekonferenz geplant. Die SPD will zunächst das Ergebnis ihres Mitgliederentscheids abwarten.

„Das ist wie ein Finale einer Fußball-Weltmeisterschaft, da entscheidet der Trainer, wer auf dem Platz steht“, formulierte es Linnemann in der ARD, der selbst schon für einen Ministerposten abgewunken hat. Für die Überlegungen und Gespräche der Parteivorsitzenden gilt höchste Vertraulichkeit. Am Ende werde es „ganz sicherlich auch Überraschungen geben“, sagte vor einigen Tagen Unions-Fraktionsgeschäftsführer Thorsten Frei (CDU), der selbst für einen der Top-Posten gehandelt wird. Diese Politiker und Politikerinnen werden für Posten gehandelt. Das Handelsblatt berichtete bereits im März über eine mögliche Aufteilung der Ministerien.

Kanzleramtschef (CDU)

Der Merz-Vertraute Frei könnte als rechte Hand des Kanzlers in die Schaltstelle der Regierung einziehen. Kanzleramts-Erfahrung hätte aber auch der ehemalige Staatsminister Hendrik Hoppenstedt.

Thorsten Frei (CDU): Der Merz-Vertraute Frei könnte als rechte Hand des Kanzlers in die Schaltstelle der Regierung einziehen. Foto: Christophe Gateau/dpa

Finanzen (SPD)

Dieser Posten gilt als wichtigster neben dem des Kanzlers. Deswegen könnte SPD-Chef Lars Klingbeil, der neue starke Mann der Sozialdemokraten, nach ihm greifen und Vizekanzler werden. Alles andere wäre eine große Überraschung.

Lars Klingbeil: Der Posten im Finanzministerium gilt als wichtigster neben dem des Kanzlers. Foto: Matthias Bein/dpa

Verteidigung (SPD)

Wenn einer sicher sein kann, dass er sein Amt behält, dann Verteidigungsminister Boris Pistorius. Der 65-Jährige, der alle Beliebtheits-Ranglisten anführt, gilt als gesetzt.

Boris Pistorius (SPD): Der derzeitige SPD-Verteidigungsminister wurde bisher für mehrere Ministerposten gehandelt. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Wirtschaft und Energie (CDU)

Gehandelt wird die ehemalige CDU-Abgeordnete und Staatssekretärin Katherina Reiche, die aktuell in der Energiebranche arbeitet. Sie wäre die erste Ostdeutsche im Amt. Das Handelsblatt berichtete vor kurzem, warum sie das Ministerium übernehmen könnte. Genannt wird auch CDU-Energieexperte Andreas Jung.

Katherina Reiche: Sie hat sowohl in der Bundespolitik als auch in der Wirtschaft gearbeitet. Foto: dpa

Auswärtiges (CDU)

Im Gespräch als erster CDU-Außenminister seit fast 60 Jahren ist der Fachpolitiker Johann Wadephul aus Schleswig-Holstein. Spekuliert wird auch über den früheren NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet.

Johann Wadephul (CDU): Im Gespräch als erster CDU-Außenminister steht der Fachpolitiker aus Schleswig-Holstein. Foto: Michael Kappeler/dpa

Arbeit und Soziales (SPD)

Der bisherige Arbeitsminister Hubertus Heil hat schlechte Karten, weil auch Klingbeil und Pistorius aus Niedersachsen sind. Abgelöst werden könnte er von der früheren Bundestagspräsidentin Bärbel Bas.

Bärbel Bas: Die SPD-Politikerin war bisher Bundestagspräsidentin. Foto: Anna Ross/dpa

Inneres (CSU)

Hier gilt CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt als wahrscheinlichster Kandidat. Damit würde der wichtigste Mann von Parteichef Markus Söder in Berlin wieder an den Kabinettstisch wechseln.

Alexander Dobrindt: Der CSU-Landesgruppenchef könnte an einen Kabinettstisch in Berlin wechseln. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Gesundheit (CDU)

Klare Favoriten gibt es nicht. Vom CDU-Arbeitnehmerflügel ins Spiel gebracht wurde der erfahrene NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann. Auch genannt wird der Fachpolitiker Tino Sorge aus Sachsen-Anhalt.

Karl-Josef Laumann: Zwar gibt es bei dem Ressort bislang wohl keine Favoriten, Laumann sei aber ins Spiel gebracht worden. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Verkehr (CDU)

Es kursiert der Name von NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach. Spekuliert wird auch, dass CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff aus Sachsen-Anhalt wechseln könnte.

Ina Scharrenbach (CDU): Die bisherige NRW-Bauministerin wird für den Posten gehandelt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Entwicklung (SPD)

Neben Pistorius könnte auch Entwicklungsministerin Svenja Schulze ihren Posten behalten. Wenn die viel kritisierte SPD-Chefin Saskia Esken ins Kabinett wechseln möchte, könnte das aber auch ein Posten für sie sein.

Svenja Schulze (SPD): Neben Pistorius könnte auch Entwicklungsministerin Svenja Schulze ihren Posten behalten. Foto: Peter Kneffel/dpa

Umwelt und Klimaschutz (SPD)

Dafür wäre SPD-Generalsekretär Matthias Miersch bestens qualifiziert, aber auch er ist Niedersachse. Schulze war schon mal Umweltministerin und könnte zurückkehren. Weitere Kandidatin: Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast.

Matthias Miersch: Der SPD-Generalsekretär wird unter anderem für das Ministerium gehandelt. Foto: Michael Kappeler/dpa

Bauen und Wohnen (SPD)

Ob Klara Geywitz sich auf dem Posten halten kann, gilt als sehr fraglich. Als mögliche Ablösung wird der bisherige Ost-Staatsminister Carsten Schneider gehandelt.

Carsten Schneider (SPD): Könnte er Klara Geywitz ersetzen Foto: Jens Kalaene/dpa

Forschung und Raumfahrt (CSU)

Das Ministerium wurde unter anderem um den Bereich Raumfahrt erweitert. Als wahrscheinlichste Kandidatin wird hier die ehemalige Digital-Staatsministerin im Kanzleramt, Dorothee Bär, gehandelt.

Dorothee Bär: Die Politikerin wird für den Posten im Forschungsministerium gehandelt. Foto: AFP

Landwirtschaft und Ernährung (CSU)

Nach der Absage von Bayerns Bauernpräsident Günther Felßner wird Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber als Kandidatin genannt. Zuletzt hieß es aber verstärkt, es könnte eher auch jemand aus der Landesgruppe werden, also aus den Reihen der CSU-Bundestagsabgeordneten.

Michaela Kaniber (CSU): Die Politikerin machte sich nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 ein Bild vom Ahrtal. Foto: dpa

Justiz und Verbraucherschutz (SPD)

Klingbeil hat nach dem Wahldesaster der SPD einen Generationswechsel angekündigt. Dafür könnte die brandenburgische Bundestagsabgeordnete und Richterin Sonja Eichwede stehen.

Digitalisierung (CDU)

Im Gespräch ist, dass die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus in das neu geschaffene Ressort wechseln könnte. Spekuliert wird auch über eine Seiteneinsteigerin wie die Chefin des Start-up-Verbands, Verena Pausder.

Kristina Sinemus: Sie könnte das neu geschaffene Ressort leiten. Foto: dpa

Bildung und Familie (CDU)

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Nordrhein-Westfalen

Gehandelt wird die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien, die zum Koalitionsverhandlungsteam der CDU gehörte. Genannt wird auch CDU-Bundesvize Silvia Breher, die bisher familienpolitische Sprecherin der Union war.

Karin Prien: Nicht nur die CDU-Politikerin wird für das Ressort gehandelt. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
dpa
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