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EZBEZB-Ratsmitglied Pierre Wunsch spricht sich für einen Leitzins unter zwei Prozent aus

Der belgische Zentralbankgouverneur warnt vor Abwärtsrisiken für Wachstum und Inflation. Wunsch gilt eigentlich als Verfechter einer strengeren Geldpolitik. 18.05.2025 - 13:31 Uhr Artikel anhören
Europäische Zentralbank: Die EZB hat ihren Leitzins seit Juni sieben Mal von 4 Prozent auf 2,25 Prozent gesenkt. Foto: Arne Dedert/dpa

Bangalore. Die Europäische Zentralbank sollte ihren Leitzins nach den Worten von Ratsmitglied Pierre Wunsch möglicherweise „knapp unter“ zwei Prozent senken. Die globalen Handelsspannungen stellten Abwärtsrisiken für Inflation und Wachstum dar, sagte der Gouverneur der belgischen Zentralbank der „Financial Times“.

Der bisher eher als Verfechter einer strengeren Geldpolitik bekannte Wunsch sagte der Zeitung, die jüngsten Schocks und die Unsicherheit könnten eine leicht unterstützende Geldpolitik rechtfertigen, darunter eine mögliche Senkung des Einlagenzinssatzes unter den aktuellen Wert von 2,25 Prozent. Er sehe in absehbarer Zukunft aber keinen Grund für eine größere Kürzung um einen halben Prozentpunkt.

Dies könnte eine Senkung des Leitzinses der Zentralbank für Einlagen auf „etwas unter 2 Prozent“ bedeuten, sagte er. Die EZB hat ihren Leitzins seit Juni sieben Mal von 4 Prozent auf 2,25 Prozent gesenkt.

Den Daten von Reuters zufolge gehen die Märkte derzeit davon aus, dass die EZB die Kreditkosten im Juni um einen Viertelpunkt und in der zweiten Jahreshälfte noch einmal um den gleichen Betrag senken wird, um den Zinssatz für die Einlagefazilität auf 1,75 Prozent zu bringen. Einige Ökonomen sind der Meinung, dass die Zentralbank die Zinsen im Jahr 2026 erneut anheben muss.

Wunsch sagte, er war „nicht schockiert“, als er sich die Marktprognosen ansah. „So wie ich sie lese, könnten wir um das Jahr 2025 herum leicht unterstützend wirken“, sagte er. Die Äußerungen von Wunsch zugunsten weiterer Senkungen stellen eine deutliche Abweichung von seiner relativ strengen Geldpolitik in der Vergangenheit dar. Im Februar hatte er gegenüber der FT erklärt, die EZB solle nicht „schlafwandelnd auf 2 Prozent [Zinssätze] gehen, ohne darüber nachzudenken“.

rtr
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