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USATrump erlaubt milliardenschweres Windkraftprojekt

Die Trump-Regierung hatte zuletzt den Bau eines großen Windparks vor der Küste von New York untersagt. Nun macht er einen Rückzieher – und sorgt damit für Erleichterung in der Branche. 20.05.2025 - 10:58 Uhr Artikel anhören
Der norwegische Energiekonzern hat sein Geschäft mit der Windkraft zuletzt ausgebaut. Foto: via REUTERS

New York. Der norwegische Energiekonzern Equinor kann den Bau des Windkraft-Projekts „Empire Wind 1“ vor der Küste New Yorks überraschend fortsetzen. Die Trump-Regierung hatte den Bau Mitte April unerwartet gestoppt, nun wurde die Anordnung wieder zurückgenommen.

Die Branche nahm diese Entscheidung mit Erleichterung auf. Die Aktie von Equinor legte um 1,9 Prozent zu, bei den dänischen Windkraftunternehmen Vestas (plus 5,3 Prozent) und Orsted (plus 14 Prozent) fiel die Aktienreaktion noch positiver aus.

Denn mit der ursprünglichen Entscheidung von Trump hätten Investitionen in Offshore-Windkraftanlagen im Wert von 28 Milliarden Dollar zur Disposition gestanden. Allein die Investitionen in das nun doch genehmigte „Empire Wind 1“ summieren sich auf fünf Milliarden Dollar.

Trump hatte die Windkraft auf dem Meer immer wieder scharf kritisiert. Viele Branchenbeobachter hatten nach seiner Wahl damit gerechnet, dass er den Ausbau der Windkraft bremsen wird. Als er Mitte April das genehmigte Projekt vor der Küste New Yorks stoppte, sorgte diese Entscheidung trotzdem für einen Schock.

Die Regierung Biden habe die Genehmigung übereilt erteilt und Umweltbedenken nicht genug geprüft, erklärte damals Innenminister Doug Burgum.

Equinor-Chef Anders Opedal war Anfang des Monats ins Weiße Haus gereist, um sich für das Projekt einzusetzen. Auch Norwegens Premierminister Jonas Gahr Stoere und Finanzminister Jens Stoltenberg trafen sich vergangenen Monat mit Trump in Washington.

Equinor-Chef: „Ich möchte Trump danken“

Equinor wurde am späten Montag vom Bureau of Ocean Energy Management des Innenministeriums informiert, dass das Projekt wieder aufgenommen werden kann.

„Ich möchte Präsident Trump dafür danken, dass er eine Lösung gefunden hat, die Tausende von amerikanischen Arbeitsplätzen erhält und weitere Investitionen in die Energieinfrastruktur in den USA ermöglicht“, sagte Opedal in einer Erklärung.

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„Bei manchen Equinor-Investoren gilt ‚Empire Wind 1‘ als umstritten, weil sie der Meinung sind, dass Windkraft keine Kernkompetenz des Öl- und Gasunternehmens sei“, erklärt Teodor Sveen-Nilsen, Analyst bei Sparebank1 Markets. Das Projekt biete eine unterdurchschnittliche Rendite von etwa drei Prozent, und der kurzfristige Baustopp dürfte das Unternehmen etwa 250 Millionen Dollar gekostet haben, schätzt er.

Equinor hatte den Vertrag für Empire Wind während Trumps erster Amtszeit im Jahr 2017 unterzeichnet. Genehmigt wurde das 810-Megawatt-Projekt unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden im Jahr 2023. Das Projekt, bei dem Windturbinen von Vestas zum Einsatz kommen werden, ist nach Angaben des Unternehmens zu 30 Prozent fertiggestellt.

bay, Bloo, rtr
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