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GeopolitikInnovation, Kapital, Talente – Amerikas Krise ist Europas Chance

Trumps Politik schwächt die USA. Für Europa ist das Risiko und Chance zugleich. Um die Lücke zu füllen, die Amerika hinterlässt, müssen Berlin und Brüssel jetzt einige Weichen richtig stellen. 29.05.2025 - 23:34 Uhr Artikel anhören
Die USA fokussieren sich auf ihre eigenen Interessen. Damit bietet sich eine einzigartige Möglichkeit für Europa und seine Handelspartner. Foto: Lennart Gäbel
  • Trump versetzt die Welt in Aufruhr: Proteste in Harvard, Unsicherheit an den Kapitalmärkten, Sorgen in der Tech-Branche. Welche Antworten Deutschland darauf finden kann.
  • Wenn die Europäer jetzt die nötige Geschlossenheit zeigen, könnten sie von Trumps Politik sogar profitieren. Oder verspielt die EU ihre Chance durch Attentismus und Zankerei?
  • Die Schottin Jane Fraser leitet die US-Großbank Citigroup. Sie erwartet eine grundlegende Veränderung an den Kapitalmärkten: Die Abhängigkeit von den USA werde sinken. Wie Europa das für sich nutzen kann, erklärt Fraser im Handelsblatt-Interview.

Berlin, Brüssel, Düsseldorf, Frankfurt, London, San Francisco, Washington. „Wir haben doch nichts falsch gemacht.“ Der Satz ist Anklage und Verzweiflung zugleich und enthält all die Wut, Angst und das Unverständnis über ihre Wahlheimat. Sarah will ihren richtigen Namen lieber nicht nennen. Zu groß ist ihre Furcht.

„Harvard“ steht in großen Buchstaben auf dem roten Sweatshirt der jungen Frau aus Südamerika. Die amerikanische Eliteuniversität ist zum Schauplatz eines Kampfes geworden. Des Kampfes für ein weltoffenes, wissbegieriges, innovationsfreudiges Amerika.

Sarah sitzt im Harvard Yard, dem Herz des weltberühmten Campus, wo in dieser Woche die Abschlussfeiern der Absolventen des Jahrgangs 2025 stattfinden. Hier feiern die Studenten in ihren schwarzen Umhängen ausgelassen den krönenden Schlusspunkt ihres Studiums an einer der besten Universitäten der Welt. Ein paar Meter weiter vor dem „Science Center“ hat gerade eine Demonstration gegen die jüngste Attacke begonnen, mit der die Regierung von Donald Trump Harvard in die Knie zwingen will.

Das Heimatschutzministerium will der Universität verbieten, weiterhin internationale Studierende wie Sarah aufzunehmen. Alle Ausländerinnen und Ausländer, die bereits in Harvard eingeschrieben sind, sollen zu anderen Universitäten wechseln müssen. Harvard hat dagegen geklagt und ein Richter hat den Bann durch eine einstweilige Verfügung vorerst blockiert. Doch inzwischen hat das US-Außenministerium die Vergabe von Visa für Studierende generell vorerst gestoppt.

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