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SozialbeiträgeHöhere Kassenbeiträge für Gutverdiener? Union ist dagegen

Der Vorstoß der Sozialdemokraten würde die Krankenversicherung für 30 Prozent der Versicherten teurer machen. Die CDU will die Finanzen anders in Ordnung bringen. 09.06.2025 - 10:35 Uhr Artikel anhören
Streit um höhere Krankenkassenbeiträge für Gutverdiener – CDU blockt SPD-Vorstoß ab. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin. Die Unionsfraktion hat einen SPD-Vorstoß für höhere Krankenkassenbeiträge für Gutverdiener zurückgewiesen. „Dadurch wird Arbeit und Leistung unnötig verteuert und es schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagte der für Gesundheitspolitik zuständige stellvertretende Unionsfraktionschef Albert Stegemann (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

Im Koalitionsvertrag habe man sich darauf verständigt, Belastungen für die Beitragszahler zu vermeiden. „Daher werden wir uns gemeinsam mit der SPD grundlegend mit der Finanzierung beschäftigen. Wir müssen insbesondere das System effizienter machen und dadurch Kosten senken.“

Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis hatte wegen der angespannten Finanzlage der Kassen vorgeschlagen, dass Gutverdiener mehr in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen sollten.

Konkret hatte er für eine Erhöhung der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze um rund 2500 Euro auf das Niveau der Bemessungsgrenze bei der Rentenversicherung plädiert. „Für eine nachhaltige Stabilisierung der GKV-Finanzen dürfen wir uns keine Denkverbote auferlegen“, sagte Pantazis „Bild“.

Rund 30 Prozent von Erhöhung betroffen

Die Beitragsbemessungsgrenze bezeichnet den maximalen Bruttolohn, bis zu dem Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt beitragsfrei. Aktuell liegt sie in der Krankenversicherung bei 5512,50 Euro monatlich.

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Laut Statistischem Bundesamt kommen fast 30 Prozent der Vollzeitbeschäftigten auf ein Jahresbrutto in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze oder darüber und wären damit von einer Erhöhung betroffen.

„Bild“ hatte unter Berufung auf Berechnungen des Bundes der Steuerzahler berichtet, dass beispielsweise ein Single mit 6000 Euro Monatsbrutto 406 Euro mehr pro Jahr an die Krankenkasse zahlen müsste, ein Single mit 7000 Euro Brutto 1170 Euro mehr im Jahr. Eine vierköpfige Familie mit 6500 Euro Brutto pro Monat hätte 865 Euro weniger netto im Jahr, bei 7500 Euro Brutto wären es fast 1700 Euro weniger.

dpa
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