Hyundai Kona: So schlägt sich der koreanische Crossover als Gebrauchter
Köln. Die erste Generation des Hyundai Kona war zwischen Ende 2017 und Anfang 2023 erhältlich. Den kleinen Crossover gab es – recht ungewöhnlich in dieser Fahrzeugklasse - mit Front- oder Allradantrieb. Auch sonst war er selten Durchschnitt.
Qualität
Bei den bislang zwei vom TÜV ausgewerteten Hauptuntersuchungen zeigte sich der Kona I besonders beim Prüfpunkt Fahrwerk von seiner besten Seite. Achsaufhängung, Achsfedern und Lenkung sind bis dato unauffällig. Insgesamt liegen die Mängelquoten unter dem Schnitt aller untersuchten Fahrzeuge.
Allerdings liegen Beanstandungen des Abblendlichts, der Bremsscheiben sowie der Abgasanlage bei den vier bis fünfjährigen Kona-Fahrzeugen etwas über dem Durchschnitt.
Karosserie und Innenraum
Mit seiner Länge von 4,18 Metern traf der Kona bei seinem Debüt auf viele Wettbewerber, darunter Renault Captur, Opel Crossland, Nissan Juke und Ford EcoSport. Für den besseren Wiedererkennungseffekt setzte Hyundai auf ein auffälliges Design, das sich unter anderem mit schmalen Leuchten, einem großem Kühlergrill und wuchtigen Radlaufummantelungen von der Konkurrenz abhob.
Innen hielten sich die Designer eher zurück und gestalteten ein gediegenes statt extravagantes Interior. Das Platzangebot für die Frontpassagiere ist gut, hinten geht es aber beengt zu. Der Kofferraum fasst je nach Stellung der Rücksitzlehnen zwischen 360 und knapp 1.150 Liter.
Ende 2020 erhielt der Kona ein Facelift, zu erkennen u.a. an einem geänderten Kühlergrill und einer dezent modifizierten Innenraumgestaltung.
Motoren und Antrieb
Einstiegsmotorisierung war ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 88 kW/120 PS, der einen Normverbrauch zwischen 5,2 und 5,7 Liter hat. Allrad gab es in Kombination mit dem 130 kW/177 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo; seit Ende 2018 war der 1.6er auch mit Frontantrieb zu haben. Mit 4x4-Antrieb fließen im Schnitt zwischen 6,2 und 7,2 Liter durch die Leitungen, bei den Versionen mit Frontantrieb sind es zwischen 5,6 und 6,3 Liter.
Mit dem Facelift erweiterte die sportliche N-Variante mit 206 kW/280 PS das Motorenangebot. Der Normverbrauch von 8,5 Litern ist rund doppelt so hoch wie beim sparsamen Vollhybriden mit 104 kW/140 PS. Ein 1,6-Liter-Selbstzünder in den Ausbaustufen mit 84 kW/115 PS und 100 kW/136 PS war zwischen 2018 und Mitte 2021 im Programm. Den stärkeren Diesel bot Hyundai auch mit Allrad an.
Die elektrischen Varianten des Kona entwickelten sich nach zögerlichem Start zu einem Verkaufsschlager, so dass der E-Kona im TÜV-Report seine eigene Bewertung erhalten hat. In Verbindung mit der 39,2 kWh großen Batterie kommt der E-Motor auf 136 PS, die 64 kWh-starke Batterie wird mit einem 150 kW/204 PS-Motor ausgeliefert. Die WLTP-Reichweite liegt bei rund 300 beziehungsweise 480 Kilometern.
Ausstattung und Sicherheit
Erstkäufer konnten sich zwischen den Linien Pure, Select, Trend, Style und Premium entscheiden. Später ergänzten noch N-Line und N-Performance die Vielfalt der Ausstattungslinien. Die zwei Basis-Angeboten decken die Grundbedürfnisse u.a. mit Klima- und Audioanlage ab, wer mehr Komfort wie etwa ein beheizbares Lenkrad, Sitzheizung, Klimaautomatik, Head-up-Display, Rückfahrkamera und Infotainmentsystem sucht, wird in den höheren Niveaus fündig.
Zudem offerierte Hyundai noch Navigation, Glas-Schiebedach, LED-Leuchten und einem Assistenzpaket mit unter anderem einen Totwinkel- und Querverkehrswarner für den Crossover.
Fazit
Der Hyundai Kona ist ein kleiner Crossover mit auffälligem Design, den es mit Front- und Allradantrieb, Benziner, Diesel, Hybrid und als E-Variante gibt. Für jeden Geschmack dürfte daher etwas dabei sein. Bei mobile.de werden aktuell rund 2.000 gebrauchte Hyundai Kona der erstem Generation offeriert. Los geht es ab rund 9.000 Euro.