Künstliche Intelligenz: Acht Monate danach – was der Deepseek-Schock bewirkt hat
Düsseldorf. Die Scheinwerfer waren auf OpenAI, Google und Anthropic gerichtet – bis plötzlich jemand in die Szene platzte, mit dem niemand gerechnet hatte. Deepseek, ein chinesisches Start-up aus Hangzhou, veröffentlichte im Januar ein Sprachmodell mit Künstlicher Intelligenz (KI), das fast so leistungsfähig war wie die Systeme der Großen, aber nur einen Bruchteil der Ressourcen verschlang.
Damit brachte Deepseek vermeintliche Gewissheiten ins Wanken und warf neue Fragen auf: Wie groß ist der Vorsprung der Marktführer, wenn ein neues Start-up sie scheinbar aus dem Nichts einholt? Wie sinnvoll sind gigantische Rechenzentren, wenn das Training plötzlich effizienter geht? Und wie sicher können sich die USA sein, die technologische Führungsrolle zu behaupten, wenn China aufholt?