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Künstliche IntelligenzApple soll Nutzung von Konkurrenzmodellen für Siri prüfen

Apple ist es bislang nicht gelungen, die angekündigte KI-Version des Sprachassistenten Siri auf den Markt zu bringen. Nun soll Software von Drittanbietern es richten. Der Schritt wäre eine Zäsur.Philipp Alvares de Souza Soares 01.07.2025 - 19:48 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Entwicklerkonferenz in der Apple-Zentrale: Abkehr von der bisherigen Strategie? Foto: Andrej Sokolow/dpa

San Francisco. Apple erwägt offenbar, eine neue Version des Sprachassistenten Siri in Zusammenarbeit mit Anthropic oder OpenAI zu entwickeln. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf interne Quellen. Die beiden Start-ups gehören zu den erfolgreichsten Anbietern von Anwendungen für Künstliche Intelligenz (KI).

Apple hat demnach mit den beiden KI-Spezialisten darüber gesprochen, deren Sprachmodelle für eine neu entwickelte Version von Siri zu verwenden. Der Konzern soll sowohl Anthropic als auch OpenAI darum gebeten haben, Modelle zu trainieren, die Apple in seiner eigenen Umgebung testen könnte.

Weder Apple noch die Start-ups äußerten sich Bloomberg zufolge dazu. Die Aktie des iPhone-Konzerns gewann nach Veröffentlichung des Berichts zeitweise mehr als zwei Prozent an Wert.

Für Apples KI-Strategie wäre der Schritt eine Kehrtwende. Bislang betreibt das Unternehmen die meisten seiner KI-Anwendungen mit seinen selbst entwickelten „Apple Foundation Models“. Auch Siri sollte auf Eigenentwicklungen basieren.

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Apple tat sich zuletzt jedoch schwer damit, bei der Technologie Schritt zu halten. Bislang veröffentlichte Teile des KI-Pakets „Apple Intelligence“ blieben in Sachen Leistung und Genauigkeit hinter der Konkurrenz zurück. Die ursprünglich für dieses Frühjahr angekündigte Einführung der neuen Siri-Version musste auf kommendes Jahr verschoben werden. Offenbar mangelte es ersten Prototypen an Qualität.

Hat Apple bei der KI-Entwicklung den Anschluss verloren?

Sollte Apple nun zu Claude (Anthropic) oder ChatGPT (OpenAI) wechseln, wäre das ein Eingeständnis des Konzerns, bei generativer KI den Anschluss an den Wettbewerb verloren zu haben. Normalerweise ist Apple stets bestrebt, wesentliche Technologien für seine Geräte selbst zu kontrollieren – um seine Unabhängigkeit zu wahren und die eigenen Qualitätsansprüche durchsetzen zu können.

Siri-Chef Mike Rockwell und der bei Apple für Software zuständige Vorstand Craig Federighi haben Bloomberg zufolge das Projekt zur Bewertung externer Sprachmodelle angestoßen. Rockwell hat sein Team demnach damit beauftragt zu prüfen, ob Siri mit Apples eigenen Modellen oder jenen der Konkurrenz besser funktioniere. Das Ergebnis war eine Niederlage für Apples eigene KI-Projekte: Die Führungskräfte des Projekts kamen zu dem Schluss, dass Anthropics Modell Claude am vielversprechendsten für Siri sei.

Insider berichten laut Bloomberg darüber, dass Apples KI-Team derzeit von Unsicherheit geprägt ist. Für die Nutzung eigener Modelle bis 2026 wurde zwar bereits ein Milliardenbudget genehmigt, allerdings sind die Perspektiven über das kommende Jahr hinaus unklar.

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Einflussreiche Führungskräfte wie Rockwell sind indes offener für externe Technologien geworden und lehnen eine Zusammenarbeit mit Drittanbietern nicht ab.

Für die Zukunft will Apple jedoch weiterhin eigene KI-Modelle entwickeln, die ein wichtiger Bestandteil der Produkte werden sollen. Dafür prüfte Apple laut Bloomberg etwa bereits die Übernahme des Start-ups Perplexity und führte mit Thinking Machines Lab Gespräche, das von der ehemaligen OpenAI-Managerin Mira Murati gegründet wurde.

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