Interview: „Könige können Steuern erhöhen, aber nicht US-Präsidenten“
London. Glenn Hubbard ist im politisch polarisierten Amerika quasi heimatlos. Der konservative Ökonom fremdelt mit dem nationalistischen Protektionismus von Donald Trump, hat aber auch wenig mit den links-liberalen Kritikern des heutigen US-Präsidenten gemein.
Als ökonomischer Chefberater des ehemaligen republikanischen Amtsinhabers George W. Bush plädierte er nach der Jahrtausendwende für einen Mix aus niedrigen Steuern und Freihandel.
Sein wirtschaftliches Credo macht ihn zugleich zu einem der wenigen ökonomischen Denker, die versuchen, liberales Gedankengut in Trumps Welt zu bewahren.
„Es gibt Möglichkeiten, die neue Handelswelt zu akzeptieren“, sagt der 66-jährige Columbia-Professor im Gespräch mit dem Handelsblatt, „zwar nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber wir können jetzt, da sie da ist, etwas Besseres daraus machen.“