Laschet über Alaska-Gipfel: „Gut, dass Dynamik in die Diplomatie gekommen ist“
Herr Laschet, Donald Trump gibt dem Treffen mit Wladimir Putin in Alaska eine Zehn von zehn. Wie fällt Ihr Fazit aus?
Wir können alle Ergebnisse jetzt noch gar nicht bewerten, denn wir Europäer saßen ja nicht am Verhandlungstisch und kennen nur, was Präsident Trump bislang übermittelt hat. Wir werden jetzt den Besuch des ukrainischen Präsidenten in Washington am Montag abwarten müssen.
Gut ist, dass Dynamik in die Diplomatie gekommen ist. Gut ist auch, dass führende europäische Länder auf Initiative des Bundeskanzlers am Samstag bereits ihre Erwartungen an ein Abkommen sehr schnell gemeinsam formuliert haben.
Wie haben Sie das Treffen verfolgt und über welche Kanäle erhalten Sie Ihre Informationen?
Ich habe die Pressekonferenz in der Nacht in Anchorage verfolgt. Der Außenminister und der außenpolitische Berater des Bundeskanzlers haben die Obleute im Auswärtigen Ausschuss und mich am Samstag ebenfalls unmittelbar unterrichtet.
Einerseits war das Treffen schneller vorbei als geplant und es gab keine konkreten Einigungen, andererseits sagten beide Präsidenten, Fortschritte wurden erzielt. Wie bewerten Sie diese diplomatischen Termini?
Mich hat die publizistische Kommentierung gewundert, die kritisiert hat, dass keine Ergebnisse verkündet wurden. Gott sei Dank wurden die Fortschritte nicht konkret ausgebreitet.