Kommentar: Donald Trump spielt mit der Wirtschaft, aber er versteht sie nicht

Das Bild, das Donald Trump von der US-Wirtschaft zeichnet, unterscheidet sich immer mehr von dem, was sich aus den Daten ablesen lässt. Während sich in den Daten Anzeichen für eine Abkühlung häufen, findet der Präsident neue Superlative, mit denen er das vermeintliche Wirtschaftswunder preist.
Die USA seien das „hottest country on earth“, verkündet er derzeit regelmäßig. Die Investitionen strömten nur so ins Land. Arbeitslosigkeit und Inflation gebe es nicht mehr. Die Zölle würden ein Vermögen einbringen.
Dabei hat seine Zollpolitik die Unternehmen vor allem verunsichert. Und wie viel von den angekündigten Investitionen je verwirklicht wird, ist völlig unklar.
Wenn die USA wachsen, dann vor allem aus drei Gründen:
- dem KI-Boom, der sich aber als Blase herausstellen könnte
- der Deregulierung bei fossilen Energien, die die weltweiten Bemühungen um Klimaschutz zunichtemacht
- und den weitreichenden Steuersenkungen, die das Staatsdefizit in die Höhe treiben.
Trump tut aber so, als habe er eine Wunderformel gefunden, die alle wirtschaftlichen Probleme des Landes beendet hat und eine goldene Zukunft verspricht.
Trump ignoriert die wesentlichen Daten
Und wahrscheinlich glaubt er sogar selbst daran. Er preist jede noch so unbedeutende positive Nachricht aus der Wirtschaft, als wäre sie ein weiterer Beleg für sein geniales Werk. Und er ignoriert die wichtigen Daten, wenn sie ihm nicht passen.