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Opel MerivaGebrauchtwagen-Check zeigt Stärken und Schwächen des Autos

Der Opel Meriva ist ein Van, der nicht nur innovative Türen, sondern auch viele clevere Ideen an Bord hat. Doch beim Tüv offenbart er als Gebrauchter eine Schwäche.Holger Holzer 02.10.2025 - 08:47 Uhr Artikel anhören
Die gegenläufig öffnenden Türen sind eine Besonderheit des Opel Meriva. Foto: Opel

Köln. Zwischen 2010 und 2017 war der Meriva in der zweiten Generation - auch B genannt – am Start. Der Kompaktvan fiel durch seine gegenläufig angeschlagenen hinteren Portaltüren sowie sein gutes und variables Platzangebot auf.

Qualität

Der Opel Meriva (B) gibt bei den TÜV-Hauptuntersuchungen (HU) ein gemischtes Bild ab. Die Mängelquoten bei Bremsen und Auspuffanlage liegen im Rahmen. Den Check des Fahrwerks meistert der kompakte Opel im Großen und Ganzen ordentlich, allerdings sollten Gebrauchtwageninteressenten Achsfedern und Lenkung bei älteren Modellen in Augenschein nehmen lassen. Bei der Prüfung der Beleuchtungsanlage zeigen die Sechs- bis Siebenjährigen Schwächen.

Über alle Jahrgänge hinweg kritisieren die TÜV-Prüfer Ölverlust, eine typische Schwäche vieler Opel-Modelle.

Karosserie und Innenraum

Der 4,29 Meter lange Meriva nutzte in der zweiten Generation Technik und Bauteile von Astra und Zafira. So kam etwa das clevere Sitzkonzept des größeren Familienvans zum Einsatz, durch das man den Innenraum schnell vom Fünf- zum Vier-, Drei- oder Zwei-Sitzer umbauen kann. Die äußeren Sitze der zweiten Reihe lassen sich außerdem verschieben. Das Kofferraumvolumen variiert je nach Sitzkonfiguration zwischen 400 und 1.500 Litern.

Das Interieur ist typisch Opel; klare Linien und viele Knöpfe und Schalter für die Bedienung prägen den Innenraum Foto: Opel

Auch optisch orientierte sich der Meriva an Astra und Zafira und zeigte Ecken und Kanten sowie als Hingucker die gegenläufig angeschlagenen hinteren Portaltüren. Das Interieur ist typisch Opel; klare Linien und viele Knöpfe und Schalter für die Bedienung prägen den Innenraum.

Das 2014 durchgeführte Facelift brachte unter anderem ein geändertes Lichtdesign mit LED-Tagfahrlicht sowie etwas Chromzierrat.

Motoren und Antrieb

Basisbenziner war ein 1,4-Liter-Vierzylinder-Sauger mit 74 kW/100 PS. Ebenfalls im Angebot: ein 1,4 Liter-Turbo. Dieser stand in zwei Ausbaustufen mit 88 kW/120 PS und 103 kW/140 PS zur Wahl. Das 120 PS-Triebwerk ließ sich in einer Flüssiggas (LPG)-Version ordern. Die Durchschnittsverbräuche der Benziner variieren zwischen 5,4 und 7,2 Litern. Für die Kraftübertragung sorgten manuelle Fünfganggetriebe bzw. ein Sechsganggetriebe (140 PS). Alternativ konnten Erstkäufer für die Turbos auch eine Sechsgangautomatik ordern.

Erstkäufer konnten sich zwischen den Ausstattungslinien „Selection“, „Edition“ und „Innovation“ entscheiden. Die meisten wählten das mittlere Komfortniveau Foto: Opel

Zunächst hatte Opel einen 1,3- und 1,7-Liter-Diesel im Angebot. Der 1.3er leistet 70 kW/95 PS, der 1.7er war mit 100 PS, 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS erhältlich. Der 1.7er ist an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt, optional gab es eine Sechsgangautomatik. Die Normverbräuche liegen zwischen 4,5 und 6,4 Litern.

Das Facelift nutzte Opel, um den 1.7er durch einen Selbstzünder mit 1,6-Liter-Hubraum (95 PS, 110 PS und 100 kW/136 PS) und manuellem Sechsganggetriebe zu ersetzen. Im Schnitt genehmigen sich die 1,6-Liter-Versionen zwischen 4 und 4,4 Litern.

Ausstattung und Sicherheit

Erstkäufer konnten sich zwischen den Ausstattungslinien „Selection“, „Edition“ und „Innovation“ entscheiden. Die meisten wählten das mittlere Komfortniveau. Es bot unter anderem Klimaanlage, Lederlenkrad, Bordcomputer und eine verschiebbare Mittelarmlehne. Die Preislisten boten Extras wie Klimaautomatik, Sitzheizung, Rückfahrkamera, Parksensoren, Navi, Infotainmentsystem oder die rückenfreundlichen AGR-Sitze. Auch das Fahrradsystem „FlexFix“, das wie eine Schublade aus dem Fahrzeugboden herausgezogen werden kann, war für den Meriva verfügbar.

Der Meriva zählt zu den letzten erfolgreichen Europa-Vans, bevor das SUV das Segment des mittelgroßen Familientransporter übernahm. Foto: Opel

Fazit und Markt

Der Opel Meriva (B) ist ein geräumiger Kompaktvan, der durch seine Variabilität punktet. Seine hinteren Portaltüren haben Seltenheitswert. Gar nicht selten ist dagegen leider das Problem von Ölverlust. Interessenten sollten ihr Wunschmodell fachkundig checken lassen und auf eine frische HU-Plakette achten. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell knapp 1.000 Opel Meriva (B) auf dieser Plattform angeboten. Ab rund 2.000 Euro starten die Offerten.

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Erstpublikation: 30.09.2025, 07:46 Uhr.

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