Einzelhandel: Gastronomen zieht es in die Innenstädte
München. Das Geschäftesterben in den Einkaufsmeilen der deutschen Innenstädte lässt nach. Wie sich die Lage beruhigt, zeigt der aktuelle „Highstreet Report 2025“ von Columbia Threadneedle Real Estate. Gemeinsam mit dem Analysehaus Bulwiengesa haben die Experten dafür 100 deutsche Innenstädte und 114 innerstädtische Shopping-Center analysiert.
Im Vergleich zum Vorjahr verloren vor allem die innerstädtischen Shopping-Center wieder Geschäfte, und zwar 2,6 Prozent oder 171 Läden. Anders sieht es in den eigentlichen Einkaufsstraßen aus: Dort nahm die Zahl der Geschäfte sogar leicht zu (plus 0,5 Prozent auf 8.921). Einen Zuwachs gab es in erster Linie bei Gastronomiebetrieben mit einem Plus von drei Prozent auf 2412. Sie bilden mittlerweile die zweitgrößte Gruppe entlang der innerstädtischen Einkaufszonen. Davor rangiert die Modebranche mit 4520 Läden. Das sind ein Prozent weniger als im Vorjahr.
Nicht nur die Gastronomie, sondern auch Discounter wie Woolworth, Tedi und Action übernehmen Flächen in den Einkaufsstraßen und locken Passanten in die Innenstädte. Sie könnten aber Warenhäuser wie Galeria Kaufhof oder Karstadt nicht komplett ersetzen, lautet das Resümee der Fachleute.