Rüstung: „Verteidigungsbranche, du musst Drohnen herstellen“
Berlin. Der britische Premierminister Keir Starmer nannte das Papier eine „neue Ära für die Verteidigung und Sicherheit“. Im Sommer veröffentlichte die britische Regierung erstmals seit zehn Jahren wieder ein Strategiepapier zur Verteidigungspolitik – basierend auf den Erfahrungen des Ukrainekriegs. „Einfach zusammengefasst heißt es: ‚Verteidigungsbranche, du musst Drohnen herstellen‘“, sagt der britische Verteidigungsexperte Jakob Parakilas, der für die US-Denkfabrik Rand Corporation an dem Papier mitgewirkt hat.
Geht es nach dieser „Strategic Defence Review“ (SDR) soll künftig nur noch ein Fünftel der Verteidigungssysteme aus Panzern, Kampfhubschraubern und anderen bemannten Systemen bestehen – der überwiegende Teil hingegen aus unbemannten Systemen wie Drohnen und Einwegwaffen wie Raketen oder Granaten.
Parakilas rechnet trotzdem nicht damit, dass nun ein Großteil der Verteidigungsausgaben auf die autonomen und ferngelenkten Systeme entfällt. Der SDR sende eher ein Signal, „was künftig nachgefragt wird“. Das könne sich auch wieder ändern. Unter bestimmten Bedingungen könnte laut Parakilas sogar der Panzer wieder zum „König des Schlachtfelds“ werden.