Ukraine-Krieg: So könnten deutsche Waren trotz Sanktionen nach Russland gelangen
Berlin. Erdöl wird nicht mehr importiert. Die Gas-Pipelines sind abgeschaltet. Sanktionen haben den Handel mit Russland größtenteils stillgelegt. So will Deutschland Druck auf den Kreml ausüben, damit das Morden in der Ukraine aufhört.
Nun sollen – dreieinhalb Jahre nach Beginn des Ukrainekriegs – aus Russland auch keine Stahlbrammen, ein Vorprodukt von Blechen, mehr kommen, forderte vor wenigen Tagen Finanzminister Lars Klingbeil. Ebenfalls noch nicht vollständig auf der Sanktionsliste sind Metalle wie Nickel, Palladium, Kupfer und Titan, seltene Erden, Kali-Dünger, Spezialchemikalien und -kunststoffe.
Doch nicht nur auf der Seite der Importe hat Deutschland Nachholbedarf. Bei Exporten werden offenbar Sanktionen gegen Russland unterlaufen. Der Beleg: die offiziellen Statistikbehörden von Deutschlands Handelspartnern. Experten finden ebenfalls deutliche Worte.