Aufrüstung: So baut Trump die US-Militärpräsenz in Lateinamerika aus
Washington. Die USA bauen in der Karibik derzeit eine Drohkulisse auf: Zwölf bis 15 Kriegsschiffe, etwa ein Dutzend Kampf- und Überwachungsflugzeuge, ein Atom-U-Boot sowie mindestens 12.000 Soldaten hat die Regierung von Präsident Donald Trump in die Region verlegt.
Am Freitag setzte die US-Luftfahrtbehörde eine Warnung für den venezolanischen Luftraum ab. Mehrere Fluggesellschaften strichen daraufhin ihre Flüge in das südamerikanische Land. Mindestens 83 Menschen hat das US-Militär seit September bereits in mehr als 20 Angriffen auf Boote getötet.
Eine Region zwischen Begeisterung und Misstrauen
Alles im Namen des Kampfes gegen die Drogen. Expert:innen vermuten dahinter allerdings andere Motive: von einem Ausbau des US-amerikanischen Einflusses auf dem Kontinent gegenüber Russland und China bis hin zu einem Regimesturz in Venezuela.
Denn Trump droht dem diktatorischen Regime von Nicolás Maduro in Venezuela, aber auch demokratischen Regierungen in Kolumbien oder Mexiko, mit militärischen Operationen. In der Region wird das, je nach Regierung, mit Sorge oder Zuspruch beobachtet.
Das US-Militär baut seine Präsenz derzeit aber nicht nur auf dem Wasser aus. Auch an Land passiert einiges. So setzen die Vereinigten Staaten zum Beispiel alte Militärbasen in der Karibik instand. Aber wie viele Stützpunkte haben die USA überhaupt noch in Lateinamerika?